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Ein Detektiv im Auftrag Gottes: PATER BROWN – DIE BEICHTE DES GROßINQUISITORS von J.J. Preyer

Pater Brown

Pater Brown ist ein englischer katholischer Pfarrer, der als Hobby Kriminalfälle löst. Dies gelingt ihm, indem er sich in den Täter hineinversetzt, dabei das Verbrechen selbst begeht, wie er sagt. Als Geistlicher ist er jedoch weniger daran interessiert, Verbrecher der irdischen Gerechtigkeit auszuliefern, sondern er will sie zu Gott führen; eine freiwillige Beichte des Täters genügt ihm. Es spielt für ihn keine Rolle, welches Amt diese Person bekleidet…Ein Priester, der im Auftrag Gottes handelt. Daher sieht er in dem Verbrecher in erster Linie einen sündigen Menschen, in den er sich einfühlen kann und für den er Verständnis aufbringt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pater_Brown

Der BLITZ-Verlag gibt neue spannende Abenteuer mit dem ungewöhnlichen Meisterdetektiv als exklusive Sammleredition heraus.

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LESEPROBE:

„Oh Gott!“, seufzte Pater Brown, als er die Frau des Dorfarztes auf sich zukommen sah. Dabei hatte dieser Tag so gut begonnen.

Seit dem Augenblick, als die Sonne über dem Städtchen Edenbridge aufgegangen war (und das war an diesem 5. März um 6.34 Uhr gewesen, zwei Minuten früher als am Tag zuvor), hatte Vogelgesang die Luft erfüllt. Pater Brown, der wie jeden Morgen verlässlich um 5.50 Uhr seinem Bett entstiegen war, freute sich über die länger werdenden Tage und den Frühling, der Anfang März mit einer Kraft über das Land zog, die den Menschen buchstäblich den Atem nahm. Vor allem der Blütenstaub von Haselnussstauden und Weiden machte vielen Allergikern zu schaffen.

Wie immer, wenn er das Gotteshaus aufsuchte oder sonst in seiner Funktion als Priester öffentlich auftrat, trug Pater Brown seine schwarze Soutane, ein bis zu den Knöcheln reichendes schwarzes Männerkleid, das an der Hüfte von dem Zingulum, einem breiten schwarzen Gürtel, zusammengehalten wurde. Auf dem Kopf hatte er einen kreisrunden schwarzen Hut, Saturno genannt. Auch sein Regenschirm, ohne den er selten unterwegs war, glänzte schwarz, nur der Stehkragen, das Kollar, leuchtete weiß.

Der Pater, der in jungen Jahren viel und gerne gelesen hatte, bevor er immer stärkere Brillen tragen musste, erinnerte sich der Canterbury Tales von Geoffrey Chaucer, in denen der Lenz enthusiastisch begrüßt wurde und die Menschen in der blühenden Landschaft Englands auf Pilgerfahrt gingen. Er könnte Mrs Stiltskin vorschlagen, mit ihrem Frauenverein Anfang April, nach Ostern, eine Pilgerreise nach Canterbury zu unternehmen. Das würde Edenbridge drei, vier Tage von der Tyrannei der energischen Person befreien. Wenn man sie darüber hinaus dazu überreden könnte, auch die Rückreise zu Fuß anzutreten, sogar eine ganze Woche. Immerhin war Canterbury fünfzig Meilen von Edenbridge entfernt.

Pater Brown zog seinen runden Hut. „Einen wunderschönen guten Morgen, Mrs Stiltskin.“

„Grüß Gott“, erwiderte die Frau schroff. „Gut, dass ich Sie treffe, Hochwürden.“ Die große, hagere Frau Mitte vierzig lehnte ihr Fahrrad an die Buchsbaumhecke, die den Zugang zur St. Lawrence Kirche säumte und trocknete mit einem weißen Taschentuch ihre schweißnasse Stirn. „Ich hasse das Frühjahr“, klagte sie. „Es bringt nichts als Beschwerlichkeiten.“

Pater Brown, der insgeheim nicht das Frühjahr, sondern die Symptome der beginnenden Menopause für die Probleme der Arztfrau verantwortlich machte, setzte den Hut auf sein exakt gescheiteltes graues Haar und lächelte freundlich. „Mich erinnert diese Jahreszeit an Chaucers Canterbury Tales und die beginnende Saison der Pilgerreisen. Dabei dachte ich …“

„Ich bin nicht bereit, mich mit Ihnen über dieses unmoralische Buch zu unterhalten!“, unterbrach ihn Mrs Stiltskin. „Ich habe ein ganz anderes Anliegen.“

„Nur zu, ich bin ganz Ohr.“ Der Pfarrer beobachtete zwei kopulierende Tauben auf dem Dach der kleinen, aus Backstein gebauten Kirche. Er dachte an die vielen Taufen, die neun Monate nach den anregenden Frühlingstagen (und vor allem den lauen Nächten) anfallen würden, und erinnerte sich an die Taufe des Sohnes von Dorfarzt Medwin Stiltskin und seiner Frau Florence. Der kleine Patrick war einer der wenigen Säuglinge gewesen, die bei der Zeremonie, in deren Verlauf den Kindern Weihwasser über den Kopf geträufelt wurde, nicht geschrien hatten. Patrick war immer sehr ruhig und viel zu ernst gewesen – kein Wunder bei diesen Eltern, die in religiösen Dingen päpstlicher als der Papst waren. Pater Brown musste bei diesem Gedanken lächeln und bemerkte zu seinem Schrecken, dass er nicht mitbekommen hatte, was Mrs Stiltskin ihm soeben erzählt hatte.

„Das ist aber interessant“, meinte er vorsichtig und versuchte auf diese Weise herauszufinden, worum es der Frau ging.

„So, interessant finden Sie das also, Hochwürden! Ich möchte Sie nicht kritisieren, aber glauben Sie wirklich, dass das die richtige Bezeichnung für einen Akt der Unmoral ist, für den sich nur schwer Worte finden lassen?“

„Darum sind Sie so schweigsam … ich verstehe“, erwiderte Pater Brown und beobachtete, wie die Frau versuchte, in seinem breiten Gesicht zu lesen, das ihn selbst manchmal, wenn er sich im Spiegel betrachtete, an das eines molligen kleinen Jungen erinnerte. Er konnte ihre Gedanken beinahe hören: Will mich der Mann beleidigen? Meinte er das eben etwa ironisch?

„Also, ich halte die Torheiten des alten Narren für einen handfesten Skandal“, legte sie los, nachdem seine mild blickenden grauen Augen sie offenbar beruhigt hatten. „Gertrude hat das wirklich nicht verdient! Sie hat ein Leben lang treu an seiner Seite gestanden.“

„Sie meinen Mrs Hepburn?“

„Wen sonst?“, kam die mürrische Antwort.

„Und der Mann hat …“

„Er ist im Krankenhaus gestorben.“

„Oh, das ist mir neu. Er war kein Katholik“, stellte Pater Brown fest.

„Aber Gertrude gehört unserer heiligen Gemeinschaft an. Sie hätte diesen Heiden nie heiraten dürfen.“

„Sie meinen den Angehörigen unserer Schwesterkirche.“

„Sie sind Heiden“, wiederholte Mrs Stiltskin trotzig.

„Aber …“

„Lassen Sie es gut sein, Hochwürden. Er ist und bleibt ein Heide.“

„Würden Sie auch unsere verehrte Monarchin, die Königin unseres Landes, als Heidin bezeichnen?“ Pater Brown versuchte die aufgebrachte Frau zu beruhigen.

„Das … das ist doch etwas vollkommen anderes! Bei der Königin handelt es sich um eine Person, die über jeden Tadel erhaben ist.“

Was man von manchen anderen Mitgliedern des Königshauses wahrlich nicht behaupten kann, dachte der Pater und beobachtete kopfschüttelnd das Treiben der Vögel auf dem Kirchdach. Hielt nicht nun jene Taube, die soeben die andere begattet hatte, still, während die zweite, die er für das Weibchen gehalten hatte, die aktive Rolle übernahm?

„Merkwürdig …“ Pater Brown konzentrierte sich nun auf das Gesicht seines Gegenübers. Mrs Stiltskin trug ein leichtes Make-up, das allerdings an der Oberlippe verstärkt war, vermutlich um Falten zu überdecken.

„Jedenfalls hat er die Strafe verdient“, sagte die Frau und wollte ihr Rad besteigen.

„Sie meinen doch nicht etwa die Todesstrafe?“

„Ich wünsche niemandem den Tod. Aber wenn ein Mann über 60 seine Frau mit einem jungen Flittchen betrügt und daran stirbt, hält sich mein Mitleid in Grenzen.“

„Woher wissen Sie das, Mrs Stiltskin? Mir war es jedenfalls bisher nicht bekannt.“

„Sie waren nicht bereit, das Heilige Blatt zu abonnieren.“

„Ach, Sie meinen dieses …“

„Seien Sie vorsichtig mit Ihren Äußerungen, Pater!“, fiel ihm die Frau ins Wort.

Pater Brown wusste, dass er sich nun in Acht nehmen musste. Wenn Mrs Stiltskin ihn nicht mehr Hochwürden, sondern Pater nannte, war Feuer auf dem Dach.

„… dieses Vereinsblatt des katholischen Frauenvereins“, beendete er seinen Satz.

„Falsch, völlig falsch, Pater! Das Heilige Blatt hat nichts mit uns Frauen zu tun, auch wenn ich nicht leugnen kann, dass fast alle unsere Mitglieder zu seinen Abonnenten zählen.“

„Ich dachte, Sie seien die Herausgeberin?“

„Wieder falsch gedacht, Pater. Ich bin eine Leserin wie viele andere.“

„Dieses Heilige Blatt hat also berichtet, dass Mister Hepburn seine Frau mit einer anderen betrogen hat?“

„Es hat in allgemein gehaltenen Worten auf diese Torheit Bezug genommen, natürlich ohne Namen zu nennen.“

„Natürlich. Ich verstehe. Und das wollten Sie mir mitteilen, als Sie am Beginn unseres anregenden Gesprächs meinten, es sei gut, mich zu treffen.“

Die Frau schaute Pater Brown verwundert an und schien erneut zu überlegen, ob dieser so naiv und harmlos wirkende Mensch in Wahrheit boshaft und ironisch war. „Eine Einladung an Sie, Hochwürden, deshalb habe ich Sie aufgesucht. Eine Einladung zum Vortrag meines Mannes vor dem Frauenverein über Wege und Abwege der modernen Medizin. Am Freitag, in unserer Praxis.“

Sie griff in den Korb, der auf dem Gepäckträger über dem hinteren Kotflügel ihres Fahrrades befestigt war, entnahm ihm ein Kuvert, dessen Vorderseite in geschwungenen Lettern die Worte Hochwürden Pater Jeremiah Brown zierten, und überreichte es dem Adressaten. Dieser bedankte sich und setzte seinen Weg in die Kirche fort.

 

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LESEPROBE: „Sherlock Holmes und das Freimaurer-Komplott“ v. J.J. Preyer

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Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes und Dr. Watson erforschen ein geheimnisvolles Kornfeld und stoßen dabei auf die Spur einer gigantischen Verschwörung.
Jack the Ripper, die Freimaurer, die Bundeslade des Alten Testaments, die Schriftstellerin Virginia Woolf und natürlich Professor Moriarty mischen in dem turbulenten Geschehen mit, an dessen Ende das größte Geheimnis Englands gelüftet wird.

LESEPROBE:

Prolog

Wer keine Kinder hat, schreibt Bücher, heißt es.

Möglich. Dieses Buch jedenfalls soll ein Vermächtnis sein, eine Erinnerung an den großen Detektiv Sherlock Holmes, der so etwas wie ein Vater für mich geworden ist, und an Dr. John Watson, den ich wegen seiner gutmütig-herzlichen Art als einen lieben Onkel betrachte.

Es ist Winter, drei Jahre nach dem zweiten großen Krieg. Ich sitze im Fairmount Hotel in Sussex und schaue von jenem Zimmer, das Sherlock Holmes in den letzten Jahrzehnten seines Lebens bewohnte, auf das Meer. Ich habe alles so belassen, wie es war. Nur so konnte ich die Stimmen und die Gemütsverfassung wachrufen, um dieses Buch zu schreiben.

Die früheren Gäste des Hotels und die noch unzerstörte Natur des Sussex von damals wurden für mich in den Stunden des Schreibens wieder lebendig. Und natürlich Sherlock Holmes und Doktor Watson.

Ich habe keinen Versuch gemacht, die Art und Weise, wie John Watson seine Berichte schrieb, nachzuahmen. Dies sind mein Buch, meine Sicht der Dinge, mein Dank an Holmes und Watson.

Kapitel 1

Frühling in Sussex

Mühsam schob Mona ihr schweres Herrenfahrrad mit dem Weidenkorb bergauf und nahm den Weg durch den Devil’s Dyke, in dem ein Weizenfeld ihres Vaters lag. Die Hügel, die das Tal umgaben, schützten es gegen den rauen Wind des Meeres und begünstigten somit den Anbau von Zuchtgetreide.

Der Weizen des heurigen Jahres war schon kräftig gewachsen und leuchtete silbern. Das beunruhigte sie. Noch nie hatte sie ein Feld in dieser ungewöhnlichen Farbe gesehen, doch sie hoffte, das Licht der Abendsonne wäre die Ursache der Verfärbung.

Mona legte das Fahrrad an den Wegesrand und untersuchte eine der Pflanzen. Die Ähre war mit einem pelzigen weißen Belag überzogen, ihre Körner waren verformt. Voll Sorge, das Feld könnte von einer ihr bisher unbekannten Pflanzenkrankheit befallen sein, riss sie einige Ähren von den Halmen, um sie ihrem Vater zu zeigen. Glücklicherweise lag das Tal so, dass eine Übertragung einer Krankheit auf die anderen Felder nicht unmittelbar zu befürchten war. In Gedanken versunken nahm Mona das Rad und schob es weiter den Hügel hinauf, bis sie nach einer halben Stunde die Farm erreichte.

Ihr Vater hatte ein Schaf geschlachtet. Das Tier, das er mit einem Stich in die Halsschlagader getötet hatte, lag auf dem Rücken im Hof. Gerade als Mona um die Ecke bog, öffnete er mit einem einzigen Schnitt den Bauch und fing das Blut in einem Bottich auf, um später die Innereien zu entnehmen.

Mona sah bei den Schlachtungen nie zu, weil ihr die Tiere leid taten. Sie ging ins Haus, brachte auf dem Herd Wasser zum Kochen und bereitete starken, dunklen Tee zu. Auf groben Tellern servierte sie Fleischpastete und als Dessert mit Erdbeermarmelade gefülltes Hefegebäck, Köstlichkeiten, die sie von ihrem Arbeitsplatz, dem Fairmount Hotel, mitgebracht hatte. Mona durfte Speisen, die beim Mittagessen und beim High Tea im Hotel übrig blieben, am Abend mit auf die Farm nehmen. So musste sie nach dem schweren Arbeitstag als Zimmermädchen und Servierhilfe wenigstens nicht mehr für sich und ihren Vater kochen. Aus dem Gemüsegarten, der mit einem Holzzaun gegen das Eindringen der Hühner geschützt war, holte sie noch etwas Salat dazu.

Ihr Vater hatte seine Arbeit unterbrochen, war polternd in die Stube gekommen und hatte die Gummischürze abgelegt. Donald Hatfield war ein kleiner, sehniger Mann um die fünfzig, der wegen seiner noch vollen Haare und der Bartstoppeln düster wirkte. Er gab seiner Tochter einen Kuss auf die Wange und setzte sich zu Tisch. Nach einem kurzen Gebet begannen die beiden ihr Mahl.

„Das Getreide gedeiht hervorragend, obwohl es in letzter Zeit so trocken war“, sagte Donald Hatfield. „Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, könnte es eine gute Ernte geben.“

„Hoffentlich“, meinte Mona. „Das wäre wichtig für uns. Übrigens, ich bin heute, weil es so schön war, durch den Dyke gegangen …“

Überrascht und misstrauisch sah der Vater sie an. Mona spürte, dass etwas nicht stimmte. Er räusperte sich, als ob er etwas sagen wollte, aß dann aber schweigend weiter.

„Das Weizenfeld macht mir Sorgen“, sagte Mona und legte eine der Ähren, die sie abgerissen hatte, auf den Tisch. „Ich glaube, das Getreide ist von einer Krankheit befallen.“8

Donald Hatfield schaute die Körner nicht einmal an und brummte missmutig. „Du kümmerst dich um deine Arbeit im Hotel, ich mich um die Felder. Ich will nicht, dass du dich in meine Belange einmischst.“

Dann erhob er sich vom Tisch, obwohl er kaum etwas gegessen hatte, und verließ den Raum. Das Auswaschen der Schafdärme, die er zur Wursterzeugung benötigte, das weitere Zerlegen des Tierkörpers sowie das Einsalzen und Räuchern beschäftigten ihn bis nach Mitternacht, sodass Mona ihn nicht mehr zu Gesicht bekam.

Obwohl sie wie immer von der Arbeit erschöpft war, konnte sie an diesem Abend lange nicht einschlafen. Zu sehr beschäftigte sie die Frage, was es mit den silbernen Ähren im Devil’s Dyke auf sich hatte und in welchen Schwierigkeiten sich ihr Vater befand. Da fiel ihr ein, dass sich einer der Dauergäste im Fairmount Hotel im Kabinett seines Apartments eine Art Labor eingerichtet hatte, in dem sie nur einmal in der Woche saubermachen durfte – und das nur unter der strengen Aufsicht des Besitzers. Sie beschloss, etwas früher aufzustehen und wieder den Weg durch den Dyke zu nehmen. Mit dem Gedanken, dem großen, älteren Herrn mit dem strengen Blick einige Kornähren zur Untersuchung zu bringen, schlief Mona endlich ein.

Am nächsten Morgen heizte sie den Herd an und deckte den Frühstückstisch. Von ihrem Vater, der um diese Zeit gewöhnlich bei den Hühnern war und Eier holte, war an diesem Tag nichts zu sehen und nichts zu hören. Also aß sie ihr Frühstück allein und räumte nur ihr eigenes Geschirr weg. Aus dem Herd schaufelte sie einige Stücke glühende Holzkohle in das Bügeleisen, mit dem sie noch schnell eine weiße Bluse glättete. Auch den dunklen Rock plättete sie. Sie musste ordentlich aussehen, darauf legte die Hotelbesitzerin großen Wert.

Bergab konnte Mona das Fahrrad laufen lassen. Eine blaue Strickjacke schützte sie gegen den kühlen Fahrtwind, und sie hatte das vom Seewind zerzauste, kornblonde Haar mit einer hellblauen Schleife zu einem Pferdeschwanz gebunden.

Die Morgensonne tauchte die Hügel der Sussex Downs in freundliches Licht, das die Blüten des Weißdorns im hellgrünen Laub leuchten ließ. In die dichten Sträucher flogen emsig Spatzen, Rotkehlchen und Amseln mit Insekten und Würmern in ihren Schnäbeln. Im glitzernden Wasser des Channels lag die Yacht Acacia vor Anker. Mona konnte die Goldlettern auf dem Rumpf des Schoners erkennen. Drei weitere Schiffe bildeten seine Begleitung. Wie oft hatte sich Mona in den letzten beiden Jahren weit weg von diesem kargen Land und der ermüdenden Arbeit auf ein Segelschiff und in ferne Länder gewünscht. Wenn aber die Downs bei gutem Wetter so paradiesisch schön waren wie an ebendiesem Tag, war sie doch froh, zu Hause zu sein.

Die Ähren des silbernen Weizenfeldes im Devil’s Dyke waren von einer Schicht Tau bedeckt. Mona atmete auf, als die in freundlichem Orange gehaltenen Steinmauern des Fairmount Hotels in der Ferne auftauchten. Das stattliche zweistöckige Gebäude aus dem letzten Jahrhundert stand auf der Klippe zum Meer und bot von der verglasten Terrasse aus eine großartige Aussicht auf den Channel.

In der Küche des Hotels wurde sie von Elizabeth Bromham, der Eigentümerin des Hauses, auf eine wärmende Tasse Tee eingeladen. Dann begann mit dem Servieren des Frühstücks Monas Arbeitstag. Ganz nach den Wünschen der Gäste wurden die Gedecke entweder in die verglaste Veranda oder auf die Zimmer gebracht. Mona trug einen makellosen, kurzen schwarzen Rock mit weißer Schürze und eine leuchtend weiße Bluse – die Bekleidung, die dem Personal zur Verfügung gestellt wurde.

Der Dauergast, der sich das Laboratorium eingerichtet hatte, nahm sein Frühstück gewöhnlich in seinem Apartment ein. Mona Hatfield klopfte. Als der hochgewachsene schlanke Herr im seidenen Morgenmantel die Tür öffnete, stellte sie das Tablett mit dem Frühstück auf den kleinen Tisch am Fenster.

„Du hast nicht gut geschlafen, Mona“, meinte der Mann.

„Ja, leider. Aber wie kommen Sie darauf?“

„Die Färbung deiner Haut ist nicht so rosig und gesund wie üblich, und das trotz des sonnigen Wetters.“

„Ich vergesse immer wieder, dass Sie Detektiv sind.“

„Ich war Detektiv, Mona. Das ist Vergangenheit.“

„Aber heute müssen Sie mir bitte helfen, Mister Holmes. Ich mache mir große Sorgen.“ Das Mädchen entnahm einer Schürzentasche das Bündel Ähren, das es in ein weißes Tuch gehüllt hatte. „Eines unserer Felder ist mit diesem silbernen Film überzogen, und mein Vater weigert sich, darüber zu reden.“

Sherlock Holmes betrachtete eine der Kornähren, nahm dann eine Lupe zur Hand und wiegte den Kopf. „Interessant, interessant“, murmelte er nach einer Weile.

„Bitte untersuchen Sie das Getreide in Ihrem Labor. Ich möchte wissen, ob es etwas Gefährliches ist.“

„Und du sagst, dass ein ganzes Getreidefeld so aussieht wie diese Ähren?“

„Ja, Mister Holmes. Das Feld leuchtet wie Silber.“

„Die silbernen Gräser“, sagte der Detektiv nachdenklich.

„Gräser?“, fragte das Mädchen. „Es handelt sich um ein Getreidefeld.“

„Natürlich“, korrigierte er sich. „Es erinnerte mich allerdings an etwas.“

Dann versprach er Mona, seine Untersuchungen bis zum Feierabend des Mädchens am späten Nachmittag abgeschlossen zu haben.

„Guten Appetit!“, wünschte Mona und verließ den Raum.

Sherlock Holmes setzte sich an den Tisch. Er öffnete die Times, die ihm das Mädchen gebracht hatte. Es war, weil das Hotel so weit entfernt von London lag, die Ausgabe des Vortages. Dennoch schätzte es Holmes, beim Frühstück in der Zeitung zu blättern. Die Wettervorhersage vom Vortag stimmte. Es war ein kühler, trockener Morgen, und der Tag sollte sonnig werden.

Seit sich der Detektiv vor zwei Jahren, mit fünfundsechzig, endgültig ins Privatleben zurückgezogen hatte, um fortan dem Trubel der Großstadt fernzubleiben, lebte er zu seiner großen Zufriedenheit in diesem Hotel in Sussex. Die Wohnung in London, in der Baker Street 221b, hatte er zwar behalten, nutzte sie aber nur bei seinen seltenen Besuchen in der Hauptstadt.

Zum ersten Mal in seinem Leben begann er das Landleben und die Natur zu schätzen. Er genoss die wechselnden Wetterlagen und Stimmungen am Meer ebenso wie die Möglichkeit zu ausgedehnten Spaziergängen. Die Ruhe und das gute Essen, dem er reichlich und mit Genuss zusprach, hatten dazu beigetragen, dass sein zuvor stets hagerer Körper an Gewicht zugelegt hatte, was ihn jünger und gesünder aussehen ließ.

Im Fairmount Hotel hatte er seinerzeit gespeist, als er die Ermittlungen im Falle des Vampirs von Sussex abgeschlossen hatte. Eine groteske Geschichte, in der ein eifersüchtiger fünfzehnjähriger Knabe die zweite Frau seines Vaters und deren Baby mit Pfeilgift töten wollte. Die Mutter saugte jedoch dem Kleinkind das Gift aus der Halswunde und wurde des Vampirismus verdächtigt. Ein Fall, den Watson treulich aufgezeichnet hatte.

Auch das Ende seiner Tätigkeit als beratender Detektiv behagte Holmes. Die großen, faszinierenden Fälle schienen nicht mehr zu existieren, und alles, was mit Liebschaften, Täuschung und Ehebruch zu tun hatte, widerte ihn an. Er war froh, nichts mehr damit zu tun zu haben, obwohl er, und das musste er eingestehen, während er ein Stück gebutterten Toast in den Mund schob, fast froh war, dass ihm Mona mit der Bitte, die Kornähren zu untersuchen, endlich einen Vorwand gegeben hatte, seine chemischen Versuche wieder aufzunehmen. Er hatte es sich schön vorgestellt, endlich in Ruhe seinen Forschungen nachgehen zu können, aber Experimente ohne Sinn und Zweck waren auf Dauer langweilig.

Obwohl Holmes am liebsten sofort mit der Untersuchung begonnen hätte, ließ er sich nicht von seiner täglichen Routine abbringen, und die bestand in einem ausgedehnten Spaziergang mit Mr Holding, einem ehemaligen Journalisten der Londoner Times, der mit seiner Frau ebenfalls im Hotel residierte. An schönen Tagen wie diesem, bei nur mäßigem Wind, nahmen sie gewöhnlich den Weg über die Klippen und genossen gemeinsam den Panoramablick auf das Meer. So diskutierten die beiden Männer auch an diesem Morgen interessante Neuigkeiten, während Anthony J. Holding die Reste seines Frühstücks an gierige Möwen verfütterte.

Die Sonne wurde vom Wasser so stark reflektiert, dass Holding seine rechte Hand zum Schutz gegen das Licht heben musste, um die vier Schiffe in der Bucht erkennen zu können.

„Die Yacht“, wusste der weißhaarige Journalist zu berichten, „gehört einem Amerikaner.“

„Mister Ratcliffe aus Boston, einem erfolgreichen Geschäftsmann“, ergänzte Holmes.

„Woher wissen Sie das schon wieder?“ Der Unterton in den Worten des Journalisten ließ erkennen, dass er sich etwas in seiner beruflichen Eitelkeit gekränkt fühlte.

„Er pflegt an manchen Abenden im Hotel zu speisen, wenn er des kulinarischen Einerleis auf dem Schiff überdrüssig ist“, erwiderte der Detektiv. „Und da hatte ich das Vergnügen …“

„Sie müssen mich dem Mann vorstellen“, bat der Journalist.

„Selbstredend, lieber Holding.“

Nach der Wanderung betrat Sherlock Holmes die Terrasse des Hotels, wickelte sich in eine dicke Decke, legte sich in seinen Liegestuhl und genoss den wärmenden Sonnenschein. Als er von seinem Nickerchen erwachte, war es Zeit, ein leichtes Mahl einzunehmen. Mona Hatfield, die servierte, lächelte er aufmunternd zu.

Die Hausgäste hatten Tische am großen Panoramafenster zum Meer. Sherlock Holmes grüßte den Journalisten und seine Frau. Der kahlköpfige Colonel Jack Barkham, der seine eher weiblich anmutenden Bewegungen vergeblich durch einen besonders zackigen Gang und eine bemüht tiefe Stimme auszugleichen versuchte, marschierte auf seinen kleinen Tisch zu.

So wie Holmes und der Colonel lebte auch der Maler Walter Sickert, ein etwa sechzigjähriger Mann mit einem leichten deutschen Akzent, allein im Hotel. Nach dem Tod seiner Frau hatte er sich hierher zurückgezogen und wohnte nun, weil er es sich leisten konnte, im Frühjahr und Sommer im Hotel. Den Herbst und Winter verbrachte er in London, um Ausstellungen zu organisieren. Schließßlich wollte er seine Gemälde verkaufen, die Holmes allerdings zu denken gaben. Die meisten seiner großflächigen, ungemein wirkungsvollen Ölbilder gestaltete – oder, um die eigenen Worte des Malers zu gebrauchen – inszenierte Walter Sickert nach Skizzen. Meist zeichnete er Szenen aus Music Halls und zweideutigen Etablissements. Er schreckte auch nicht davor zurück, nach Zeitungsfotos zu arbeiten, welche die übel zugerichteten Opfer von Jack the Ripper abbildeten. Sickert war deshalb schon von Scotland Yard vernommen worden, hatte aber offenbar zufriedenstellende Erklärungen abgeben können.

Dennoch blieb Sherlock Holmes misstrauisch.

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Kara Ben Nemsi und seine treuen Gefährten müssen gegen einen übermächtigen Gegner antreten, von dem sie glaubten, er wäre schon längst tot. Doch der Schut lebt. Seine Schergen entführen Hadschi Halef Omars Sohn.
Der Diener von Kara Ben Nemsi nimmt zusammen mit seinem Herrn die Verfolgung auf. Es geht durch die Wüste von Marokko bis nach Libyen. Während der Jagd müssen die Freunde zahlreiche Gefahren meistern. Erst als sie dem Schut gegenüberstehen, begreifen sie, dass der Todfeind ihnen eine Falle gestellt hat, aus der es kein Entrinnen gibt.

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Wah-poo-eta, den die Amerikaner Big Rump nennen, muss mit seinem Volk kämpfen, um den Untergang der Yavapai-Apachen zu verhindern. Im Spätsommer 1869 befindet sich Big Rump mit einem Jagdtrupp in den Bradshaw Mountains. In diesem unwegsamen Berggebiet fühlen sich die Yavapai geborgen. Doch dann wird der Canyon im Herzen der Apacheria trotzdem zur tödlichen Falle.

Ein großer historischer Roman aus der Zeit der Indianerkriege.
Teil 3 der erfolgreichen Delgado-Saga. 

Achtung!
Der Autor schreibt exklusiv für den BLITZ-Verlag eine Fortsetzung der Delgado-Geschichte.
Mehr Infos erfahren Sie demnächst auf unserer Verlags-Homepage.
 
Zusätzlich wurden oder werden die Abonnenten der Sherlock-Holmes-Reihe bereits in den nächsten Tagen mit folgenden Titeln beliefert:

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Ostern 1903. In den Armenvierteln von London werden französische Prostituierte gekreuzigt aufgefunden. In der Kleidung der Leichen entdeckt man mysteriöse Nachrichten. Diese Kreuzigungs-Morde sorgen für internationales Aufsehen und belasten einen anstehenden Staatsbesuch des englischen Königs beim französischen Präsidenten, bei dem sich beide Großmächte einander annähern wollen.
Inspektor Bradstreet von Scotland Yard und die Londoner Polizei tappen im Dunkeln. Zur Klärung der Mordserie wird Sherlock Holmes vom König direkt beauftragt. Nach Entschlüsselung der chiffrierten Botschaften beginnt ein atemberaubendes Katz-und-Maus-Spiel mit den Tätern, das Dr. Watson sogar zeitweise von seinem Freund entzweit. 

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Der Meisterdetektiv aus der Baker Street muss diesmal gleich drei Fälle hintereinander lösen: ein raffinierter Betrug um ein Diamantengeschenk im Umfeld des englischen Königshauses, ein kunstverständiger Einbrecher und das Geheimnis der Roten Maske. Sherlock Holmes begibt sich mit gewohnter Akribie an die Entschlüsselung dieser höchst merkwürdigen Delikte, die Edgar Charles Watson, ein direkter Nachfahre des einstigen Chronisten, hiermit erstmalig veröffentlicht.


 

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BLITZ-Blog-Sommerpause und neue Buchauslieferung!

Liebe Leser, Freunde und Fans,

der BLITZ-BLOG möchte sich bis zum 26.08.15 in die Sommerpause verabschieden.

Nicht jedoch, ohne vorher noch bekannt zu geben, dass Ende des Monats  folgende Bücher ausgeliefert werden:

Kara Ben Nemsi 1: G.G. Grandt – DIE RÜCKKEHR DES SCHUT

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Arizona Legenden 6: Werner J. Egli – DER PFAD ZUM SONNENAUFGANG

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Sherlock Holmes – Neue Fälle:  J.J. Preyer – SHERLOCK HOLMES UND DAS FREIMAURERKOMPLOTT

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Sherlock Holmes – Neue Fälle: G.G. Grandt – SHERLOCK HOLMES IM AUFTRAG DER KRONE

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In diesem Sinne herzlichen Dank an alle Leser, Freunde und Fans für Eure und Ihre Treue und für das Interesse an unseren exklusiven Publikationen.

Einen erholsamen Restsommer(-Urlaub) wünscht

DER BLITZ-VERLAG

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Mit „Schirm, Charme und Melone“ & „Der Butler“

Auch der BLITZ-Verlag trauert um den großartigen britischen Schauspieler Daniel Patrick Mcnee.

Der am 6. Februar 1922 in London geborene Mcnee starb vor wenigen Tagen (am 25. Juni 2015) im Alter von 93 Jahren .

Vor allem die Rolle als John Steed in der Serie Mit Schirm, Charme und Melone  (The Avengers) machte ihn an der Seite seiner charmanten, erotischen, scharfzüngigen, schlagkräftigen und emanzipierten Kollegin Diana Rigg als Emma Peel ab 1960 weltberühmt.

In 159 Folgen mimte er den Gentleman-Agenten bis die Serie 1969 eingestellt wurde. 1976 wurde sie zwar als The New Avengeres wiederbelebt, doch bereits nach 26 Folgen in zwei Staffeln war leider wieder Schluss.

Mcnee war unter anderem auch in Sherlock Holmes-Filmen und in einem James Bond-Thriller („Im Angesicht des Todes“) zu sehen.

Seine Starrolle aber blieb John Steed.

Auch der BLITZ-Verlag hat eine Reihe mit einem Helden mit Charme, Melone und manchmal auch mit Schirm:

Der Butler

 Bislang sind erschienen:

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http://blitz-verlag.de/index.php?action=buch&id=359

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Amanda Marbely, eine steinreiche Lady aus London, beerbt ihren überraschend früh verstorbenen Cousin aus Königstein im Taunus. Um das gigantische, jedoch sehr bedeckt gehaltene Firmenimperium des geliebten Verwandten aus Deutschland, in Augenschein zu nehmen, übersiedelt die schrullige Lady ins Siegerland. Zu ihrer Unterstützung engagiert sie einen vornehmen Butler, der neben zahlreichen Spezialausbildungen offenbar auch hochkarätige Geheimnisse verinnerlicht hat.
Als Lady Marbely mit ihren neuen Geschäftsführern ein marodes Fabrikgelände in Siegen begutachten möchte, trachtet man ihr nach dem Leben. Ihr Butler ist jedoch bestens vorbereitet und läuft ad hoc zur Höchstform auf.

Wie einige andere Titel aus dem BLITZ-Verlag ist auch dieser Roman eine Originalveröffentlichung in einer exklusiven Sammler-Edition, dies und die Tatsache, dass der kurze Krimi sehr unprätentiös ist und ganz offensichtlich von J. J. Preyer mit sehr viel Vergnügen geschrieben wurde, macht ihn zu einer kurzweiligen Lektüre, die ihr Geld wert ist.
Gunda Plewe in Buchhandlung-Lesenswert-Duisburg

Flüssig, spannend und temporeich erzählt – ein gelungener Auftaktband!
Alisha Bionda in LITERRA

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Lady Marbely finanziert die Suche nach der legendären Stadt Rungholt, die im 14. Jahrhundert vom Nordfriesischen Wattenmeer verschlungen wurde.
Als einige der Taucher und Archäologen auf mysteriöse Weise ums Leben kommen, begeben sich der Butler und die Lady selbst nach Nordfriesland.

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Amanda Marbely, eine adlige Dame aus London, erbt in Deutschland ein gigantisches Firmen- und Immobilienimperium. Die Bundesregierung bietet der steinreichen Lady Unterstützung an. Unter dem Decknamen James schlüpft ein Spezialagent in die Rolle des Butlers. Gemeinsam bezieht man auf der Nordseeinsel Föhr ein großflächiges Domizil. Tage später geschehen im Wattenmeer merkwürdige Dinge.

Folgen Sie unserem Butler-Agenten mit Schirm und Charme und Melone und seinen spannenden, temporeichen und amüsanten Abenteuern.

 


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BLITZ-literarisch: Die neuen Fälle des PATER BROWN

 Pater Brown

Pater Brown ist eine literarische Figur, die von Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) erfunden wurde. Insbesondere in Deutschland wurde „Father Brown“, wie er im Original heißt, durch die Verfilmungen mit Heinz Rühmann bekannt.

Pater Brown ist ein englischer katholischer Pfarrer, der als Hobby Kriminalfälle löst. Dies gelingt ihm, indem er sich in den Täter hineinversetzt, dabei das Verbrechen selbst begeht, wie er sagt. Als Geistlicher ist er jedoch weniger daran interessiert, Verbrecher der irdischen Gerechtigkeit auszuliefern, sondern er will sie zu Gott führen; eine freiwillige Beichte des Täters genügt ihm. Es spielt für ihn keine Rolle, welches Amt diese Person bekleidet…

Sowohl in seiner Weltanschauung als auch in seinem äußeren Erscheinungsbild stellt Pater Brown eine Kontrastfigur zu Arthur Conan Doyle Detektivfigur des  Sherlock Holmes dar. Im Gegensatz zu Holmes löst Pater Brown seine Fälle nicht als genialer Denker und Methodiker, sondern als Priester, der im Auftrag Gottes handelt. Daher sieht er in dem Verbrecher in erster Linie einen sündigen Menschen, in den er sich einfühlen kann und für den er Verständnis aufbringt. Als Beichtvater und Seelsorger in verarmten Gemeinden kennt er die Verstrickungen der Menschen und nutzt dieses Wissen verbunden mit seiner ausgeprägten Intuition für die Aufklärung der Kriminalfälle.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pater_Brown

Der BLITZ-Verlag gibt neue spannende Abenteuer mit dem ungewöhnlichen Meisterdetektiv als exklusive Sammleredition heraus.

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In einem idyllischen Städtchen im Südosten Englands wird ein untreuer Ehemann ermordet. Kurz darauf gibt es ein zweites Todesopfer, das ebenfalls gesündigt haben soll. Stecken die Verfasser des Heiligen Blattes dahinter, die auch gegen Pater Brown intrigieren? Der gewiefte Pfarrer ermittelt in seinem ersten neuen Fall.

Wer sich noch an den gemütlichen geistlichen Ermitteln kann, der wird unweigerlich an seinen Filmdarsteller Heinz Rühmann denken …
Peter Hiess in BUCHKULTUR

In Vorbereitung:

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Autorenporträt (1): J. J. Preyer

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Copyright Foto Kainrath

 

J. J. PREYER lebt und schreibt in Steyr, in Österreich. Er studierte in Wien Germanistik und Anglistik.

1982 initiierte er einen Marlen-Haushofer-Gedenkabend, der durch die Teilnahme des Wiener Kulturjournalisten Hans Weigel den Anstoß zur Wiederentdeckung der Autorin gab.

1996 gründete J. J. Preyer einen Verlag, in dem er vor allem Kriminalromane C. H. Guenters und literarische Texte Steyrer Autoren herausgab.

J. J. Preyer schrieb in den letzten Jahren eine Vielzahl von Kriminalromanen für deutsche und österreichische Verlage, darunter auch Beiträge zur Serie Jerry Cotton.

Die beiden Romane Hassmord und Nahtod sind im Gmeiner-Verlag erschienen.

Für den Blitz-Verlag hat J. J. Preyer Krimis für die Sherlock-Holmes Serie, für Larry Brent, den Butler und Pater Brown verfasst, die zum Teil auch als Hörbücher erschienen sind.

Der Autor ist Mitglied im Syndikat und bei den Österreichischen Krimischriftstellern.

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