„Film-Projekt“ LARRY BRENT (3)

Larry Brent NEU

Seiteninfo von Dirk Woiciech:

 

Im Jahr 1968 erschuf der deutsche Autor Jürgen Grasmück unter seinem Pseudonym „Dan Shocker“ die Romanserie „Larry Brent“. Es war die erste große Heftserie, die den „Grusel-Krimi“ als Genre etablierte und zahlreiche weitere Epigonen nach sich zog.

Lange vor „Akte X“ entstanden über 200 Abenteuer mit der PSA, einer weltweiten Organisation, die übernatürliche Kriminalfälle untersuchte und sofort eingriff, wenn Menschen in Gefahr waren. Die Geburt von „Larry Brent“ fällt genau in die Epoche, als die japanische Mystery-Serie „S.R.I. und die unheimlichen Fälle“ gedreht wurde und beweist, dass Dan Shocker seiner Zeit weit voraus war. Der erste Roman „Das Grauen schleicht durch Bonnards Haus“ erzählt, wie der FBI-Agent Larry Brent von der Psychoanalytischen Spezialabteilung entdeckt wird. Auf einer Urlaubsreise in Frankreich bekommt er es mit unheimlichen Vampir-Angriffen zu tun und versucht dem Fall auf den Grund zu gehen.

Mit großer Unterstützung der Erben von Dan Shocker, entstand ein Drehbuch des ersten Larry Brent-Abenteuers, das sich eng an die Vorlage hält. Wesentliche Hilfe bei der Entwicklung der vorliegen Fassung erhielt ich von der Firma „crosscut.Media“ aus Mainz.

Wir sind nun auf der Suche nach einem Verleiher und Investoren, die uns helfen, das Projekt auf die Leinwand zu bringen.

Doch wie bei vielen innovativen Projekten, stößt man auf Widerstand. Die Kommentare reichen von „zu arthousig“ über „nicht Arthouse genug“ bis zu „zu schwierig für die heutige Zielgruppe“.

Unserer Meinung nach sind Grusel- und Horrorgeschichten zeitlos, ganz gleich ob bei einem jungen Publikum oder der älteren Generation. Von Anbeginn des Kinos bis heute ist das Genre beständiger Garant für gute Absatzzahlen auf den internationalen Märkten gewesen. Deshalb brauchen wir nun euch – die Fans der Phantastik, von Grusel und von „Larry Brent“ – Ihr könnt beweisen, dass es in Deutschland kein „schmales Genre-Publikum“ gibt und dass die Fälle der PSA nicht „outdated“ sind. Mit eurer aktiven Hilfe, könnten wir es schaffen, die letzten Zweifler zu überzeugen, dass es für „Larry Brent“ jede Menge Zuschauer und einen soliden Markt gibt.

Aufruf – Posting – Beitrag zum Teilen auf FB und zwar hier:

https://www.facebook.com/larrybrent.bonnard?fref=ts

Wo sind die Fans, die mit Larry Brent aufgewachsen sind?

Wo sind die Fans und die Groschenhefte heimlich unter der Schulbank gelesen haben?

Wo sind die Fans, die die berüchtigten EUROPA-Hörspiele gehört haben?

Und wo sind die Fans von heute, die die neuen Geschichten verschlingen, ganz gleich ob als Hörbuch/Hörspiel oder Roman?

Damals schon im SilberGruselKrimi hatte Larry Brent über 100.000 verkaufte Exemplare. Und heute müssten es doch ebenfalls noch so viele Fans geben. Mit eurem Klick auf „Gefällt mir“ zeigt ihr, dass ihr an einer Filmadaption Interesse habt. Außerdem lässt sich mit einem atmosphärischen Spielfilm auch noch viele zusätzliche Fans gewinnen, die noch nie mit „Larry Brent“ in Berührung gekommen sind. Und wenn es uns gelingt „Larry Brent“ erfolgreich ins Kino zu bringen, wird es bestimmt auch nicht das letzte Abenteuer des smarten „Agenten des Unheimlichen“ bleiben.

Postings / Infos:

Knapp 200 Klicks sind schon super. Vielleicht sollte ich nach und nach einige Infos und Gedanken zu dem Projekt posten. Ich fange einfach mal vorne an. Als klassisches „Kassettenkind“ bin ich mit Hörspielen aufgewachsen. Die drei Fragezeichen waren meine ständigen Begleiter, ebenso wie Hui Buh, Flash Gordon oder Commander Perkins. Meine Lieblinge waren aber die neonfarbenen Platten von H.G. Francis. Nach dieser Gruselserie war es nur ein kleiner Schritt zu den „deftigeren“ Geschichten von Dan Shocker. „Macabros“ und „Larry Brent“ wurden meine absoluten Top-Serien in der Schulzeit.

Natürlich blieb es nicht bei den Hörspielen, sondern ich griff auch zu den Vorlagen. Oftmals konnte man Sammelbände auf dem „Grabbeltisch“ diverser Kaufhäuser ergattern, doch auch im Bahnhofshandel waren die „Groschenheftchen“ regulär zu kriegen. Ich habe das Ende der Serie später selbst miterlebt, als mit dem Aufkauf des „Zauberkreis“-Verlages durch „Pabel“ die Serie „Larry Brent“ eingestellt leider wurde. Dennoch ließ mich das Thema nie los. Immer wieder wünschte ich mir, dass es weitere Abenteuer mit dem PSA-Team geben sollte.

Als der „BLITZ“-Verlag 1996 die Serien wieder neu auflegte, war ich dabei. Während meines Studiums an der „Kunsthochschule für Medien Köln“ reifte in mir die Idee aus Larry Brent einen Film oder eine TV-Serie zu konzipieren. Klar – RTL brachte „John Sinclair“ und als Student denkt man: „Das geht besser – aber das Interesse an Grusel und Horror ist ja gegeben.“ Gerüchte über eine „Macarbros Verfilmung“ kursierten lose im Internet.

Nun – ich nahm Kontakt zum BLITZ-Verlag auf, um herauszufinden, wie es um die Rechtslage von Dan Shockers Romane bestellt sei. So begann die Odyssee meines Projektes …

Die 200-Grenze liegt nun hinter uns. Vielen Dank fürs Teilen und „Gefällt mir“ drücken.

Nun, wie ging es weiter? Der BLITZ-Verlag stellte den Kontakt zu Jürgen Grasmück her. Ich wollte die Arbeit an einer Verfilmung nur aufnehmen, wenn ich den Segen des Autors bekam. Mit einem Exposé, das nahe an der Vorlage angelehnt war, konnte ich ihn überzeugen. Das damalige Telefonat wird mir immer unvergessen bleiben, denn es bestärkte mich in dem Bemühen den ersten Larry Brent Roman als Drehbuch umzusetzen. Die Arbeit fiel mir zunächst nicht schwer, denn ich nahm die Struktur des Romans und überlegte, ob sie als Film geeignet wäre. Warum ich mit diesem Abenteuer anfangen wollte und nicht mit Nummer 2, der für viele der eigentliche „Auftakt“ ist, hatte verschiedene Gründe. Einerseits könnte „Das Grauen schleicht durch Bonnards Haus“ als eigenständige Geschichte stehen. Wir lernen den FBI-Agenten Larry Brent kennen und sind dabei, wie er erstmalig in Kontakt mit der PSA kommt. Dem Zuschauer sollte es beim Film ähnlich ergehen. Er wird die PSA als „mächtige“ Geheimorganisation wahrnehmen, die mit Funkringen und Laserwaffen operiert. Das sollte auf den Zuschauer, der keine Vorkenntnisse hat, zunächst ähnlich abstrus wirken, wie auf Larry selbst. Mein zweiter Gedanke war, sollte der Film wider Erwarten nicht erfolgreich sein, so kann er auch als eigenständiger Film stehet – ohne dass ich den gesamten PSA-Hintergrund etablieren muss. Wie einige wissen: viele Star Trek-Serien taten sich am Anfang schwer, weil viele Figuren und Gegebenheiten eingeführt werden mussten (z.B. sah ich das so damals bei Deep Space 9). Es braucht eine Zeitlang, bis dann die „Serie“ in Fahrt kam. Da Larry Brent ja auch eine Romanserie ist, wurde manches auch erst nach und nach aufgebaut. In einem losgelösten Larry Brent Film, müsste man alles etablieren: die PSA-Zentrale, das Agenten Team, die technische Ausstattung usw. Im ersten Roman geschieht das mehr nebenbei. Also, begann ich an der ersten Fassung zu arbeiten und stieß bei der Adaption auf einige Probleme …

Die Geschichte ist eindeutig strukturiert und folgt einer geraden Storylinie. Dennoch musste ich über einige Änderungen nachdenken. Bestes Beispiel ist die Einführung des Helden. Larry Brent kann nicht erst nach einem Drittel Laufzeit auftauchen. Also habe ich ihn bereits auf dem Flug nach Frankreich vorgestellt – hier trifft er an Bord auf die zweite Hauptfigur: Nicole Bonnard. Viele Informationen, die man im Roman erst weit nach der Hälfte erfährt, konnte ich bereits hier einfügen. Außerdem wird die spätere Begegnung von Larry und Nicole auf der dunklen Landstraße nicht so erklärend/erzählend ausfallen. An der Dan Shocker Geschichte selbst habe ich wenig geändert. Die Beziehung zwischen Nicole und Larry wird etwas romantischer ausfallen, ansonsten ist höchstens etwas dazugekommen. Es ist eine weitere Charakterszene entstanden, die im Roman ebenfalls nicht vorkommt. Hier ging es vor allem darum, Larrys analytischen Verstand und seine Verhaltensweise zu zeigen. Auch das Ende hab ich kinotypisch ausgebaut. Was im Roman eine halbe Seite dauert (Larry und Nicole rennen aus einem brennenden Gebäude), habe ich in ein actionreiches Finale verwandelt – aber das kann man erst erleben, wenn der Film fertig wäre.

Bitte teilt die Seite – damit wir noch mehr Fans gewinnen können. Danke.

Nachdem ich eine grobe Drehbuchfassung hatte (sowie Exposé und Treatment), begab ich mich auf die Suche nach einer Produktionsfirma. Über einen Bekannten hatte ich erfahren, dass zum Beispiel RTL als Sender an diesem Stoff interessiert sein könnte und auch Geld übrig hätte. Obwohl das „John Sinclair“ Desaster damals noch allen in den Gliedern steckte (ich war beim Anblick der TV-Serie schlichtweg entsetzt), sah ich dennoch die Möglichkeit, aus dem Film vielleicht einen Piloten für eine Serie zu entwickeln. Doch die Suche nach einer Produktionsfirma gestaltete sich unendlich schwierig. Alle behaupteten fest, die Sender hätten kein Geld für so ein Projekt (obwohl das ja nicht stimmte). Das Ende vom Lied war, dass ich keinen Partner für Larry Brent finden konnte. Aus den Monaten wurden Jahre, bis dann die Rechte für „Marotsch“ nach Österreich gingen. Ich befand mich in dem Jahr auf der Berlinale und hatte Kontakte zu einem kanadischen Produzenten geknüpft. Warum „Larry Brent“ nicht international produzieren? Der erste Schritt war getan – und dann kam die Schlappe. Mit den Verfilmungsrechten sicherten sich die Leute aus dem Nachbarland eine Option auf „alle Romane“. Damit war mein Projekt für drei Jahre blockiert. Ich nahm Kontakt zu der Fima auf, doch die ließen nicht mit sich reden (die wollten lieber meine Geldquelle wissen). Damit lag meine Version erstmal auf Eis. Und dann passierte ein großes Unglück: Dan Shocker starb…

Die Rechte für „Marotsch“ liefen aus. Damit mir so etwas nicht nochmal passieren sollte, nahm ich Kontakt zu den Erben auf, um eine Option auf den ersten Roman zu bekommen. Das war nicht ganz einfach. Die Verhandlung mit einem Anwalt gestaltete sich nicht einfach. Mit Unterstützung vom BLITZ-Verlag gab es dann doch noch für mich eine Möglichkeit, eine Option zu erwerben. Und mit dieser Absicherung ging es wieder auf die Suche. Auch jetzt hatte ich keinen großen Erfolg. Niemand in Deutschland will einen Gruselfilm machen – die Branche setzt seit Jahren auf Komödien und Weltkriegsdramen. Nebenbei werden Debütfilme vom Nachwuchs produziert, die nach einer Woche aus den Programmkinos verschwinden und keine großen Gewinne machen. Es ist der berühmte Kampf gegen Windmühlen. Ich versuchte bekannte Namen für das Projekt zu gewinnen und schickte mein Drehbuch an einige Schauspieler, die ich für Rollen in „Larry Brent“ begeistern wollte. Bis auf einen sehr netten Brief bekam ich von niemandem eine Reaktion…

Die einzige Antwort, die ich damals bekam, war von Lutz Mackensy. Der bekannte Hörspielsprecher und Schauspieler schrieb mir einen sehr netten Brief. Ich wollte ihn aufgrund seiner markanten Erscheinung die Rolle des Polizeiarztes Dr. Pascal anbieten. Er gab mir einige sehr wichtige Hinweise zur Überarbeitung des Drehbuchs und gab sich interessiert an dem Projekt, wenn ein drehfertiges Script vorliege. (Toll finde ich, dass Lutz Mackensy in der aktuellen Hörbuchinszenierung dabei ist. Allerding spricht er hier den Kommissar Sarget). Das motivierte mich so sehr, dass ich das Buch nochmal auf Herz und Nieren prüfte. Ich gab die Fassung Kollegen, Freunden und professionellen Autoren zum Lesen, damit ich noch mehr Ansätze für die Überarbeitung sammeln konnte. Mit viel positiver Kritik und Anregungen bekam das Drehbuch den nächsten Schliff. Die neue Fassung von „Bonnards Terror“ sollte nun wieder an die Produktionsfirmen geschickt werden. Aber dieses Mal, wollte ich einen anderen Weg gehen…

Um die Leute von Larry Brent zu begeistern hatte ich nun den Gedanken etwas visueller zu arbeiten. Ich hatte zwar zuerst an einen Trailer gedacht, erschien mir jedoch zu aufwendig. Also entwarf ich eine Actionsequenz als Storyboard und wählte dafür die Monsterattacke auf den Hof des Bauern Taillant. Mit meinen Strichmännchen-Zeichnungen wandte ich mich an einen Freund, der zunächst einige wenige Storyboards von hervorragender Qualität erstellte. Allerdings hatte er nicht die Zeit, die gesamte Szene umzusetzen. Aufgrund dieses Storyboards sollte ein Animatic entstehen, das Produzenten einen Eindruck von der Realisation geben sollte. Im Internet machte ich mich auf die Suche nach einem Profi, der das Ganze für mich umsetzen könnte. In Michael Krüger fand ich die passende Unterstützung. Vielen Dank hier nochmal für diese engagierte Arbeit. Das Animatic zeigte grob, die die Szene ablaufen könnte. Diesen Clip packte ich dann auf eine DVD und schickte das Material an etliche Produktionsfirmen und wartete…

Wieder kamen kaum positive Rückmeldungen. Am meisten freute mich zwar die Antwort der „Rialto Film“, die in den 60er Jahren mit den Edgar Wallace und Karl May Filmen, die beste Unterhaltungsware in Deutschland abgeliefert hatten. Natürlich wäre das mein Traum gewesen. Sie fanden „Larry Brent“ zwar gut, hatten aber ihre Kapazität für andere Produktionen ausgeschöpft. Es war zwar eine Absage, aber sie war eben freundlich und persönlich – und nicht die übliche Standardabfuhr. Eine weitere Firma aus Berlin signalisierte ebenfalls Interesse – doch deren Konzept versetzte mich in absolutes Grauen. Die hätten zwar „Larry Brent“ umgesetzt, aber nur modernisiert für die „Computerspielgeneration“. Mit viel Action, schnellen Schnitten und „am besten einem Score am Bildschirmrand, der nach oben geht, wenn Larry Monster mit seinem Laser abgeschossen hat“. Mit dem Grusel von Dan Shocker hatte das gar nichts zu tun. Ich meinte nur: „Ich lasse es mir durch den Kopf gehen“ und legte auf. Dieses Konzept ist einfach nur albern. Meine Vision des Stoffes sollte ganz anderes aussehen…

Wenn mich jemand fragt, wie „meine Vision“ von Larry Brent aussieht, dem drücke ich am besten einfach das Romanheft in die Hand. Das Titelbild von „Lonati“ drückt alles aus: düster und unheimlich. Farben, Beleuchtung und Stimmung werden hier perfekt eingefangen. Insgesamt spiegeln die von R.S. Lonati entworfenen Titelbilder die definitive Dan Shocker Atmosphäre wieder. Kein Wunder, sind sie doch Dokumente des damaligen Designs und Zeitgeistes. Larry Brent startete als Romanserie Ende der 60er Jahre. In dieser Zeit waren im Kino kräftige Farben üblich. Die Poe-Verfilmungen von Roger Corman, wie auch die englischen Hammer-Filme setzten auf schaurige Atmosphäre durch besondere Farbeffekte, stimmungsvolle Kulissen und eine ausgefeilte Beleuchtung. Die Shaw Brothers in Hongkong haben ebenfalls so gearbeitet – bunte Kostüme, kräftige Farben und künstliche Sets wurden ähnlich eingesetzt (gerne kam es zu verschiedene Kooperationen mit Hammer, wie zum Beispiel bei „Die 7 goldenen Vampire“). Heute wird das Kino von einer kalten, monochromen Färbung und hohem Tempo bestimmt, was einfach keine Atmosphäre zulässt. Oftmals stelle ich fest, dass in modernen Filmen die Stimmung zu kurz kommt. Schnell montiere Action und digitale FX überfordern die Zuschauer. Die neuen Hammer-Filme (vgl. „Die Frau in Schwarz“) zeigen, dass man es auch heute anders machen kann und trotzdem damit erfolgreich ist. Ein ähnlich gruseliges Retro-Konzept wird auch bei einer Larry Brent Verfilmung ideal passen.

Nach langer Suche fand ich dann doch noch eine Firma, die an einer Realisierung interessiert ist. Mit den Produzenten von „crosscut.Media“ aus Mainz kam ich schnell zurecht. Sie sind nicht nur vom Stoff und der Vorlage überzeugt, sondern sind ebenfalls Dan Shocker-Fans. Gemeinsam gingen wir durch das Drehbuch und schleiften solange daran, bis wir eine gute Fassung, mit der man auch an die Förderung gehen kann. Da das Projekt kein einfaches Low-Budget / Studentenprojekt ist, muss man schon auf Nummer sicher gehen. Ohne eine Absicherung, dass „Larry Brent“ in die Kinos kommt oder einen anderweitigen Vertrieb erhält, ist es besonders in unserem „Fördersystem“ einfach aussichtslos. Nun – wir haben ein sehr gutes Lizenz und ein universelles Thema – denn Gruselfilme waren schon seit Anbeginn des Kinos beliebt. Und dann steht man vor dem nächsten Problem…

Auf der Suche nach einem Verleiher, stehe ich nun bei der aktuellen Situation, die ich bereits in der Seitenbeschreibung angesprochen habe. Die Ablehnung dieses deutschen Gruselfilm-Projektes wird mit „zu arthousig“ über „nicht Arthouse genug“ bis zu „zu schwierig für die heutige Zielgruppe“ begründet. Dass in Deutschland Genre-Projekte schwierig und oft auch unbeliebt sind, ist seit Jahrzehnten bekannt, da wundern mich die Absagen nicht. Wenn man jedoch widersprüchliche Aussagen bekommt – bekomme ich das Gefühl: „Hier werde ich einfach nur abgewatscht, egal wie freundlich es formuliert wird.“

Grusel- und Horrorgeschichten bleiben zeitlos, ganz gleich welches Alter. Die Argumentation, dass jetzt „dies angesagt ist oder jenes“ ist ausgelutscht und einfach nur noch Standard. Wer mal den Regie/Produktions-Audiokommentar von „Rocky“ gehört hat, weiß – das an diesen Film von Studioseite auch nie einer geglaubt hat. Das Genre „Boxfilm“ gab es so nicht – und niemand wollte einen Film produzieren, um einen desillusionierten Typen, der sich in ein graues Entchen verliebt, und den Kampf am Schluss verliert … Dennoch konnte Stallone einige Produzenten überzeugen, den Film zu produzieren. Der Rest ist Legende. Und so ist es mit vielen Stoffen: Ein Autor/Filmemacher gibt sein ganzes Herz in eine Geschichte und Projekt. Aber überall sitzen Leute, die es ja besser wissen (nicht nur bei Verleihern). Sie argumentieren mit Zahlen – aber niemand interessiert sich wirklich für den Film. Deshalb wird viel Potential in Deutschland verschenkt. Komödien laufen gut – also werden neue gedreht. Oder Dramen (am besten mit Weltkriegs oder DDR-Hintergrund), die sich auch immer gut fördern lassen, werden am Band eingereicht und gefördert. Keiner wagt einen neuen Versuch, nimmt einen ungewöhnlichen Stoff oder tatsächlich mal eine Genre-Geschichte. Deshalb ist deutsches Kino einfach langweilig (ich gehe jetzt von mir aus). Warum bedient man nicht das sogenannte „Nischen-Publikum“ – das immer auf amerikanische, französische, italienische, asiatische oder andere Produktionen ausweichen muss? Deshalb nochmal der Aufruf: wir brauchen euch –Ihr könnt beweisen, dass die Fälle der PSA nicht „outdated“ sind.

Was mich am meisten immer geärgert hat, was der Kommentar: „Larry Brent kennt doch keiner mehr“. Klar, war die Hochzeit der Serie in den 80er-Jahren mit der EUROPA-Hörspielserie. Dass die Bücher/Geschichten heute noch gedruckt werden, junge Autoren neue Geschichten schreiben und eine neue Hörspielserie, sowie Hörbuch-Vertonungen aufgelegt werden, scheint niemanden in der Filmbranche zu interessieren. Larry Brent gilt als „outdated“.

Und was ist mit „Karl May“ – Winnetou bekommt nun auch eine Verfilmung – welche Kids kennen denn noch den Apachen, nach den ganzen Zauberlehrlingen, Kuschelvampiren und Jugend-Battle-Royal-Varianten? Hier interessierte sich aber keiner dafür – es wird einfach neu gedreht.

Wenn man sich die letzten Jahre ansieht, merkt man wie verrückt dieses „kennt keiner mehr“ Argument ist. Denn die „großen deutschen Produktionsfirmen“ graben einfach gerne in der Groschenroman oder Hörspielkiste. „Jerry Cotton“ kannte auch keiner – und was wurde daraus – eine Komödie (grauenvoll). Ich rede jetzt nicht von den „drei Fragezeichen“, die ja auch keine definierte Zielgruppe haben, sondern einfach von 6 bis 66 (grob geschätzt) alle Leser/Hörer begeistern. Aber was war mit „Wickie“ oder den „fünf Freunden“? Nur weil die Serien im Kinderkanal laufen, sind sie nicht unbedingt mehr allen Kids geläufig. Selbst die „rote Zora und ihre Bande“ bekam ein Neuverfilmung, an das Original erinnern sich die Kids wohl auch kaum – und trotzdem werden die alten Kamellen wieder hervorgezaubert. Der Unterschied ist: der Drehbuchautor ist voll im Geschäft und hat einen Draht zu einer Produktionsfirma.

Zum Thema „Hui Buh“ hab ich da noch eine persönliche Anekdote. Ich hatte mal ein Exposé für eine Verfilmung entwickelt und war damit bei einer Kölner Produktionsfirma. Nach anfänglichem Interesse bekam ich nach ungefähr dreiviertel Jahr die Rückmeldung der Producerin. „Ich habe mal in meinem Bekanntenkreis rumgefragt. Hui Buh kennt keiner mehr. Warum nehmen sie nicht eine Vorlage wie Ritter Rost?“ – Meine Antwort war nur: „Was ist Ritter Rost?“ Ich war so sauer, dass ich mein Exposé blind an die großen Firmen schickte – und bekam Rückmeldung von der Bavaria. „Die Rechte für Hui Buh sind gerade über den Tisch gegangen.“ – Der Rest ist wieder Gesichte: Hui Buh (den ja keiner mehr kennt) wurde mit Bully Herbig verfilmt. Die Folge – eine neue Hörspielserie, die das Schlossgespenst in den Kinderzimmern wieder bekannter machen sollte. Und die Moral von der Geschichte – du kannst den richtigen Riecher haben, nur wenn alle nicht auf dich hören, haben den Erfolg andere. Und bei Larry Brent soll mir das nicht passieren … auch wenn wir auf Facebook nicht alle Fans erreichen können, jeder Klick auf „Gefällt mir“ hilft. Danke.

LARRY BRENT-Neuerscheinungen „Neue Fälle“ Band 5:

LB_TB-5_Cover_NEUepub

http://blitz-verlag.de/index.php?action=buch&id=1505

http://blitz-verlag.de/index.php?action=buch&id=1535

Ausgerechnet an seinem Geburtstag muss Iwan Kunaritschew in den Sümpfen von Lousiana nach medial begabten Menschen fahnden. Dabei trifft er auf eine alte Bekannte. Machetta. Die Sumpfhexe beginnt einen mörderischen Feldzug gegen die PSA. Doch diesmal ist alles anders. Der russische Psycho-Agent droht in einem wahren Inferno der bösen Mächte unterzugehen.
Auch Larry und Morna stellen sich im Westerwald nahe Altenkirchen den Urgewalten der anderen Ebene. In seiner Not erinnert sich Larry an die Ratschläge der indischen Seherin Sheherezade.

LARRY BRENT Classics hier:

http://blitz-verlag.de/index.php?action=serie&serieid=212

MACABROS hier:

http://blitz-verlag.de/index.php?action=serie&serieid=113


 

 

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