Archiv für den Monat Juli 2015

BLITZ-Rückblick: VINCENT PREIS 2012

Seit 2007 wird der VINCENT PREIS, der deutsche Horrorpreis, verliehen, der sich inzwischen zu einer festen Größe – nicht nur im recht überschaubaren deutschen Horrorfandom – entwickelt hat: Geboren im deutschen Horror–Forum und gedacht als Meinungsbild von Lesern, Autoren und Verlegern unabhängig von der Anzahl von Followern und Freunden in den sozialen Netzwerken.
Der Grundgedanke des Preises war, die oft unter-schätzten und nur in Kleinverlagen oder Magazinen erscheinenden Horrorgeschichten deutscher Auto-rinnen und Autoren zu würdigen. 

Ausgezeichnet werden jedes Jahr die besten Werke der Genres „Horror“ und „Unheimliche Phantastik“ mit deutschsprachiger Originalausgabe.
So hat auch der BLITZ-Verlag mit einigen Romanen/Kurzgeschichten etc. den VINCENT PREIS gewonnen.

Nachfolgend ein nostalgischer Rückblick.

VINCENT PREIS-2012/Kategorie Romane:

das-zweite-gesicht

Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978–3–89840–349–8
576 Seiten, 24,95 EUR
Covermotiv von Mark Freier

http://blitz-verlag.de/index.php?action=buch&id=1447

Inhalt:

Berlin 1922: Chiara Mondschein kommt aus dem provinziellen Meißen nach Berlin, um der Beerdigung ihrer Schwester Jula beizuwohnen. Nachdem Jula Meißen verlassen hatte, wurde sie in Berlin ein gefeierter Stummfilmstar. Aufgrund ihrer große Ähnlichkeit mit Jula bittet deren Gönner, der Regisseur Felix Masken, Chiara, für ihre Schwester als Darstellerin einzuspringen, um die begonnene Filmadaption von Edgar Allan Poes „Der Untergang des Hauses Usher“ fertig stellen zu können. Nach anfänglichem Zögern willigt Chiara ein und macht damit den ersten Schritt in die dekadente und gefährliche Welt eines undurchschaubaren Zirkels. Ohne viel Zutun ihrerseits taucht Chiara nach und nach in eine abgründige Welt aus Spiritismus, Drogen, Sex und Tod ein. Es scheint ihr Schicksal zu sein, in allen Belangen die Stelle ihrer toten Schwester einzuneh-men und deren Leben weiter zu führen. Bis sie sich die Frage stellen muss: „Bin ich wirklich noch ich selbst?“

“Ich habe ihre Augen gefilmt” sagte er, die Stimme gesenkt. “Sehr groß, leinwandfüllend. Keiner vor mir hat das getan. Und was ich darin fand … ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Es war nichts, dass irgendwer hätte sehen wollen. Als blickten einem all die eigenen Laster entgegen, auch die, von denen man selbst nichts wissen will, Dinge, die man vielleicht unterdrückt oder totschweigt. Ich habe eine Gänsehaut bekommen, als ich diese Augen auf der Leinwand sah.“

In DAS ZWEITE GESICHT, das der Autor selbst als einen seiner Lieblingsromane bezeichnet, verwebt Kai Meyer die phantastischen Motive der 1920er Jahre und vor allem des deutschen Stummfilms zu einem detailreichen phantastischen Film Noir in Buchform. Der Leser begleitet Chiara Mondschein, die das Schicksal ihrer Schwester aufklären will, gleichzeitig aber immer mehr deren Rolle übernimmt und damit immer tiefer in ein Umfeld des Okkultismus und der Dekadenz eintaucht. Neben Reminiszenzen an NOSFERATU, DAS KABINETT DES DR. CALIGARI und DER GOLEM kommt hier vor allem das Doppelgänger Motiv zum Tragen. So ist Kai Meyer ein akkurat durchkomponierter Roman gelungen, der sich bekannter phantastischer Motive bedient, diese allerdings ganz und gar in den Dienst seiner eigenen Geschichte stellt.
Bei seiner Erstveröffentlichung im Jahr 2002 im Heyne Verlag war der Roman ein Verkaufsflop. Zu sehr war der Name Kai Meyer nach dem Megaerfolg DIE FLIESSENDE KÖNIGIN bereits mit Jugendliteratur verbunden. Die bibliophile Hardcover–Neuauflage im Blitz Verlag enthält außer der überarbeiteten Romanversion noch umfangreiches Zusatzmaterial von Lektorin Hanka Jobke, das unter anderem einen interessanten Blick auf die verschiedenen Entstehungsstufen des Romans erlaubt.
Kai Meyer hätte nach eigener Aussage schon immer gerne Phantastik geschrieben, lieferte aber zunächst zwei Krimis ab, um einen Fuß in die Verlagstüren zu bekommen, bevor er auf historische Romane umschwenkte. Dort hatte er schließlich Gelegenheit, phantastische Motive in seine Geschichten einfließen zu lassen, solange die Romane noch immer unter dem Genrelabel Historienroman verkauft werden konnten (z.B. der Gebrüder Grimm–Roman DIE GEISTERSEHER). Mit der immens erfolgreichen Merle–Trilogie (DIE FLIESSENDE KÖNIGIN, DAS STEINERNE LICHT, DAS GLÄSERNE WORT), die bisher in rund 20 Sprachen übersetzt wurde, schrieb sich Kai Meyer schließlich in die A–Liga der deutschen Phantastik–Autoren, gleichzeitig hängt ihm aber hartnäckig das Label Jugendfantasy an. Teilweise zu Unrecht, denn seine Geschichten weisen, auch wenn die Protagonisten oft Jugendliche sind, eine angenehm ernsthafte Düsternis auf.
Kai Meyers Bibliographie weist inzwischen über 50 Romane auf, von denen einige auch auf andere Medien (Comic, Film, Hörspiel/–buch) übertragen wurden.

https://phantastischewelt.wordpress.com/category/Artikel/


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BLITZ-Rückblick: VINCENT PREIS 2011

Seit 2007 wird der VINCENT PREIS, der deutsche Horrorpreis, verliehen, der sich inzwischen zu einer festen Größe – nicht nur im recht überschaubaren deutschen Horrorfandom – entwickelt hat: Geboren im deutschen Horror–Forum und gedacht als Meinungsbild von Lesern, Autoren und Verlegern unabhängig von der Anzahl von Followern und Freunden in den sozialen Netzwerken.
Der Grundgedanke des Preises war, die oft unter-schätzten und nur in Kleinverlagen oder Magazinen erscheinenden Horrorgeschichten deutscher Auto-rinnen und Autoren zu würdigen. 

Ausgezeichnet werden jedes Jahr die besten Werke der Genres „Horror“ und „Unheimliche Phantastik“ mit deutschsprachiger Originalausgabe.
So hat auch der BLITZ-Verlag mit einigen Romanen/Kurzgeschichten etc. den VINCENT PREIS gewonnen.

Nachfolgend ein nostalgischer Rückblick.

VINCENT PREIS-2011/Kategorie Romane:

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Band 13, Mystery-Thriller aus der Eifel
ISBN: 978-3-89840-319-1
Seiten: 238 Hardcover/Schutzumschlag
Preis: 15,95 €    inkl. MwSt.

http://blitz-verlag.de/index.php?action=buch&id=1402

Inhalt:

In und um Roland Block geschehen unerklärliche Dinge. Als ihn sein Hausarzt vom Dienst freistellt, beschließt er, auf einer Fahrt durch die Eifel die Orte seiner Kindheit aufzusuchen, und die Ursache seiner Erkrankung zu finden.
Erstes Ziel dieser Reise ist Monschau. In der alten Tuchmacherstadt begegnet er erschreckenden Phänomenen, die ihn nur noch mehr verunsichern. Er begibt sich nach Kronenburg und lernt dort die hübsche Buchhändlerin Viola kennen. Zusammen verbringen die beiden unbeschwerte Tage, doch als Roland in einem Bildband über die Eifel eine Fotografie des Totenmaares entdeckt, erfasst ihn eine unerklärliche Unruhe, die ihn zur Weiterreise zwingt.
Wenig später kommt es in der kleinen Kapelle des untergegangenen Ortes Weinfeld am Totenmaar zu einer schicksalshaften Begegnung.

Stimmungsbild einer zerrütteten Seele, entwickelt sich letztendlich zu einem düsteren Okkult-Thriller mit Heimatflair.
Elmar Huber in LITERRA

Bedrückende Analyse eines irre gewordenen Lebens, beschwert vom unergründlichen Totenmaar. Atmosphärisch dichte, trist-düstere Mystery-Geschichte mit kaum positiven Aspekten.
Gerd Kriebisch im ekz-informationsdienst

Horror-Roman, der den Hauch von Poe und Lovecraft versprüht.
Ingo Löchel im ZAUBERSPIEGEL

Totenmaar ist ein klassischer phantastischer Roman, der an die Tradition der Dekaden erinnert. Bemerkenswert sind vor allem die schönen Beschreibungen von realen Städten, Dörfen und Landschaften. Dazu kommt ein Protagonist und Icherzähler, der sich seines eigenen Verstandes und seiner eigenen Erinnerungen nicht sicher sein kann, was eine unheimliche, bedrohliche Atmosphäre schafft.
Franz Schröpf in FANTASIA

VINCENT PREIS 2011/Kategorie Beste deutschsprachige Anthologie/Kurzgeschichtensammlung/Magazin:

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Inhalt:

Fünf Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur wandeln auf den Spuren des großen Meisters von Horror und Phantastik. Alle diese Geschichten sind eine Hommage an Edgar Allan Poe.
Entdecken Sie die Überreste des legendären Hauses Usher am Grund eines Sees oder die steinerne Bibliothek, die das Wissen der Menschheit über den Weltuntergang hinaus bewahren soll. Folgen Sie Richard Wagner nach Paris, wo er – wie schon Edgar Allan Poe zuvor – einen blutigen Pakt schließt und als Belohnung die Inspiration zu einem seiner größten Werke erhält. Kommen Sie auf das einsame Anwesen mit der Schattenuhr oder kehren Sie bei Meister Pforr ein. Aber was immer Sie auch tun: Passen Sie auf Ihr Herz auf!


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BLITZ-Rückblick: VINCENT PREIS 2008

Seit 2007 wird der VINCENT PREIS, der deutsche Horrorpreis, verliehen, der sich inzwischen zu einer festen Größe – nicht nur im recht überschaubaren deutschen Horrorfandom – entwickelt hat: Geboren im deutschen Horror–Forum und gedacht als Meinungsbild von Lesern, Autoren und Verlegern unabhängig von der Anzahl von Followern und Freunden in den sozialen Netzwerken.
Der Grundgedanke des Preises war, die oft unter-schätzten und nur in Kleinverlagen oder Magazinen erscheinenden Horrorgeschichten deutscher Auto-rinnen und Autoren zu würdigen. 

Ausgezeichnet werden jedes Jahr die besten Werke der Genres „Horror“ und „Unheimliche Phantastik“ mit deutschsprachiger Originalausgabe.
So hat auch der BLITZ-Verlag mit einigen Romanen/Kurzgeschichten etc. den VINCENT PREIS gewonnen.

Nachfolgend ein nostalgischer Rückblick.

 

VINCENT PREIS-2008/Kategorie Romane:

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Blitz Verlag, Windeck, 2008
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978–3–89840–273–6
320 Seiten, 15,95 EUR
Covermotiv von Mark Freier

Inhalt:

Der Arztsohn Alexander Berger begibt sich im Jahre 1911 zusammen mit dem Kartograph Jan Hansen und einer Handvoll Männern nach Spitzbergen, um dort eine Landkarte dieses Gebiets anzufertigen. Das raue Klima der arktischen Inseln fordert seinen Tribut. Gezeichnet von Entbehrungen und mehreren Verlusten an Menschenleben muss die Expedition nach elf Tagen als gescheitert angesehen werden. Kurz vor Expeditionsabbruch entdecken die Überlebenden ein scheinbar endlos tiefes Loch inmitten eines Gletschers.
Ein Jahr darauf kehren Berger und Hansen in die Arktis zurück, um das Geheimnis des Schlundes zu ergründen.

„Danach?“ Ich räusperte mich. „Sie meinen, wenn wir eine Tiefe von zweieinhalb Kilometer erreicht haben? Nun, dann sind wir tiefer in die Erde vor-gedrungen als je ein Mensch zuvor. Ich hoffe, dass wir dort unten eine Antwort auf Ihre Fragen finden … und möglicherweise einige Rätsel der Physik lösen können.“
(Der Schacht)

 

VINCENT PREIS 2008/Kategorie: Anthologien/Storysammlungen:

 

grausame städte 2

Markus K. Korb
GRAUSAME STAEDTE 2

Band 9, Horror-Collection
ISBN: 978-3-89840-929-2
Seiten: 256 Pulp-Paperback

Inhalt:

Paris – Wenn die Sonne hinter den monumentalen Kuppeln der Kirche Sacre-Couer versinkt und die Nacht über das Viertel Monmatre herabsickert, erwacht das Leben auf den Straßen. Im Dunst der Kanalisation, der in Schwaden gleich Nebelgespenstern heraufkriecht, irren Künstler und Bohemiens über das Pflaster ihren geheimnisvollen Zielen zu. Mitten unter ihnen befindet sich ein Mann, der noch nicht weiß, daß die abendliche Soirée seine letzte sein wird.

Prag – Über die Karlsbrücke pfeift ein bissiger Westwind. In seinen Fängen torkelt ein Mann über die steinerne Moldaubrücke, die Kleider zerlumpt, einen Malerkasten unter dem Arm. Der Mann ist auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz, einer der vielen alten Kirchen Prags, um dort ein Deckengemälde zu vollenden. Doch in der nachtdunklen Kirche erwartet ihn das namenlose Grauen.

GRAUSAME STAEDTE 2 vereint Erzählungen aus Paris und Prag zu einem geheimnisvollen Gewebe. Zusätzlich wird der Blick durch zwei Exkursionen erweitert, die in anderen Gegenden spielen. Unheimliche Phantastik am ausgefransten Rand der Wirklichkeit – und darüber hinaus…
Die Story DER NACHZEHRER wurde mit dem Vincent-Preis 2008 ausgezeichnet.


Quellen:

Blitz-Verlag

https://phantastischewelt.wordpress.com/2014/05/06/mit-skinner-ans-totenmaar-die-vincent-preis-gewinnerromane/

http://vincent-preis.blogspot.de/2010/04/horror-2008.html

 


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Brisante Mischung aus Fakten & Fiktion: SNAKE – Der härteste Agent des Global Diplomatic Bureau! (3)

Snake

LESEPROBE BAND 1;

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2. Kapitel

 

Diani Beach, Nähe Ukunda, Kenia.

 

Niemandem fiel der unscheinbare hagere Mann mit den langen braunen Haaren und dem Vollbart auf, der im Simba Gate Hotel eincheckte, gehörte er doch zu den annähernd zwei Dutzend Gästen, die an diesem Tag ebenfalls aus Frankfurt kommend in Mombasa gelandet waren. Mit Kleinbussen waren sie von dort aus direkt an den Diani Beach weiterbefördert und auf die jeweiligen Feriendomizile verteilt worden.

Andreas Maier war Mitte zwanzig und mitnichten so unauffällig, wie er wirkte. Denn er besaß einen weiteren Namen, den nur Eingeweihte kannten: Ahmed Kalif. Er war ein deutscher Konvertit, dessen konservatives Islambild sich in der al-Muhajirin-Moschee in Bonn entwickelt hatte. Bei den Verfassungsschützern galt die Moschee in der Nähe des Rheinufers bis 2010 als ein Hort von Salafisten, als ein Treffpunkt terroristischer Zellen. Hier kam Maier erstmals mit Ex-Somalis in Kontakt, deren Gruppe sich die „deutsche Shabaab“ nannte. Von da an gab es nur noch ein Ziel für ihn: sich der somalischen Terrororganisation anzuschließen. Ein Gotteskrieger zu werden, ein Mudschahid, der in Somalia, dem Land seiner Träume, leben konnte wie ein rechtschaffener Muslim. Das war im Westen, in Europa, in Deutschland aufgrund der Anfeindungen seit 9/11 nicht mehr möglich. So war es auch nicht verwunderlich, dass ein Recruiter, der in den Moscheen nach vielversprechenden Kandidaten Ausschau hielt, auf ihn aufmerksam geworden war und ihn sozusagen an seine Glaubensbrüder weitervermittelt hatte. Schließlich war er vor drei Jahren zum ersten Mal nach Nairobi geflogen. Im somalischen Eastleigh-Viertel der kenianischen Hauptstadt traf er auf seinen Schleuser, der ihn zunächst nach Garissa in die Provinz North-Eastern brachte. Von dort aus ging die Reise weiter ins achtzig Kilometer entfernte Flüchtlingslager Dadaab und von da aus nach Dobley auf die andere Seite der Grenze. In einem schäbigen Farmhaus, das einst von Weißen bewohnt gewesen war, wurde er tagelang eingesperrt und verhört, um auszuschließen, dass er ein Spion war. Erst dann erhielt der deutsche Konvertit ein umfassendes Terrortraining. So wurde er in einem geheimen al-Shabaab-Camp zum Scharfschützen ausgebildet. Zudem absolvierte er ein Sprengstoff- und Granatwerfertraining, Kurse in islamischem Recht sowie Korankunde, und wurde im Bau von Sprengsätzen und Sprengfallen unterwiesen. Danach war er reif für praktische Operationen, zu denen Terroranschläge auf zwei christliche Kirchen in Garissa mit sechzehn Toten und vierzig Verletzten gehörten, ebenso ein Bombenanschlag auf das Regierungsviertel von Mogadischu, der Hauptstadt Somalias, und ein Handgranatenangriff auf das Restaurant La Chaumière in Djibouti-City.

Immer wieder reiste Maier alias Ahmed Kalif als deutscher Staatsbürger in seine Heimat zurück. Offiziell hatte er sich keinesfalls etwas zuschulden kommen lassen; bei den hiesigen Behörden lag nichts gegen ihn vor. So konnte er unbehelligt als Mittelsmann zwischen Exil-Mudschaheddin-Somali und der Basis der al-Shabaab in Somalia fungieren, überbrachte Befehle, Strategiepläne und vor allem Geld aus deutschen Unterstützerkreisen.

Nun war Andreas Maier erneut in Kenia, dieses Mal jedoch mit einem ganz speziellen Auftrag. Nachdem er im Simba Gate eingecheckt hatte, begab er sich sofort auf sein Zimmer. Er hatte keine Zeit zu verlieren. Noch bevor er sein notdürftiges Gepäck im Schrank verstaut hatte, klingelte sein Billig-Handy. Es war sein Kontaktmann, der ihn bereits erwartete. Der Deutsche verließ den Gästeraum, durchquerte die Lobby und ging durch den parkähnlichen Palmengarten hinunter zum feinsandigen Strand. Vor wenigen Wochen war er schon einmal hier gewesen, um die Lage zu checken. Das Hotel wurde zwar von einigen Security-Leuten bewacht, wie jedes andere an der Küste auch, doch stellten sie kein Problem dar. Bei ihnen handelte es sich ausschließlich um mit Holzstöcken oder Gummiknüppeln bewaffnete Einheimische in Fantasieuniformen, unterbezahlt und mit schlechter Arbeitsmoral. Sollte es Schwierigkeiten geben, halfen ein paar Shilling.

Eine angenehme Brise wehte über das türkisblaue Wasser des Indischen Ozeans, streichelte Maiers schweißnasses Gesicht und ließ sein langes braunes Haar flattern. Unter Schatten spendenden Bastschirmen stand eine Liege neben der anderen, auf denen sich bleiche oder von der Sonne verbrannte Touristen rekelten. Maier hatte für sie nur einen abfälligen Blick übrig. Linker Hand bedrängten sogenannte Beach Boys die Hotelgäste, sobald sie den geschützten Bereich verließen, um im lauen Meerwasser zu schwimmen oder einen Strandspaziergang zu machen.

Beach Boys lebten zumeist in unmittelbarer Nähe der Touristenhotels und waren in der Regel in Gangs organisiert. Sie teilten die jeweiligen Strandabschnitte in verschiedene Reviere ein, um sich bei ihren Geschäften nicht in die Quere zu kommen. Einnahmen erzielten sie mit dem Verkauf von Kunstgegenständen, Holzschnitzereien, bunten Tuchstoffen, Safaris oder Tauchausflügen. Einige spezialisierten sich jedoch darauf, ältere Touristinnen anzubaggern und ihnen dabei die große Liebe vorzugaukeln. Sie besaßen das Talent, die gut betuchten einsamen Frauenherzen mit ein paar schmeichelnden Komplimenten und Zärtlichkeiten abzuzocken. Das Geschäft mit der Gefühlskriminalität boomte und war für die Täter sehr einträglich.

Einer dieser Beach Boys war Maiers Kontaktmann: Ibrahim Said, ein Exil-Somali. Tagsüber verkaufte er bunten Perlenschmuck an einem roh gezimmerten Holzstand unweit des Hoteleingangs. In Wirklichkeit aber arbeitete er für die al-Shabaab an der Südküste Kenias. Als er den Deutschen entdeckte, der zielstrebig durch den Sand auf ihn zukam, verzog ein kurzes Lächeln sein ebenholzschwarzes Gesicht. Allerdings nicht aus sentimentaler Wiedersehensfreude, sondern vor Erleichterung, dass es Ahmed Kalif ohne Probleme hierher geschafft hatte. Nun stand ihren weiteren Plänen nichts mehr im Weg.

Said begrüßte den hageren Mann, der ihn fast um Haupteslänge überragte, mit einem festen Handschlag.

Habari za alasiri, Ibrahim – Guten Tag, Ibrahim!“, sagte der Deutsche in fließendem Suaheli, das er perfekt beherrschte. „Jambo Andreas, nimefurahi kuonana nawe – Hallo, Andreas, freut mich“, antwortete der Mittelsmann kurz angebunden. Tunlichst vermied er es, sein Gegenüber mit Ahmed Kalif anzusprechen, um dessen Tarnung nicht durch eine solche Unachtsamkeit auffliegen zu lassen.

Nach diesen nichtssagenden Worten zogen sich die beiden unterschiedlichen Männer hinter eine Gruppe schattenspendender Kokospalmen zurück, die den weißen breiten Sandstrand säumte. Für zufällige Beobachter sah es so aus, als würden sie miteinander feilschen.

„Wann übergibst du mir das Moto?„, fragte Maier und sah den Schwarzen fest an.

„Heute Abend“, antwortete Ibrahim Said. „Nach Sonnenuntergang. Gleiche Stelle.“

Die beiden verabschiedeten sich gleich darauf wieder voneinander. Scheinbar ziellos schlenderte Andreas Maier dann am Strand entlang. Unbarmherzig brannte die Sonne auf ihn herab, doch er spürte die Hitze nicht. Auch das Rauschen des Meeres, wenn sich die Wellen am Ufer brachen, vernahm er nicht bewusst. Mit seinen Gedanken war er ganz woanders. Beim Moto. Das war der Suaheli-Begriff für Feuer. In diesem Fall handelte es sich aber lediglich um eine Tarnbezeichnung. Denn mit Moto war nichts anderes als eine Sprengstoffweste gemeint!

 

*

 

Seit fünfzehn Jahren leitete Carsten Heiniger das Simba Gate Hotel in der Nähe von Ukunda. Der waschechte Kölner und Tourismusmanager hatte die Auswanderung an die Südküste Kenias nie bereut. Zum einen, weil er so dem tristen Wetter in Deutschland entkommen war. Zum anderen, weil er sich den lang gehegten Traum eines eigenen Hotels unter Palmen erfüllen wollte.

Bei den Urlaubern war das Simba Gate sehr beliebt; in den Saisonzeiten war es immer komplett ausgebucht. Vor allem deutsche, britische und amerikanische Gäste genossen den perfekten Service, die stilvollen Zimmer sowie den traumhaften Strandabschnitt mit dem weitläufigen Palmengarten.

Am weiten Horizont war soeben die Sonne in rotgoldenem Glanz über dem Indischen Ozean untergegangen. Nun herrschte tiefste Nacht, die das funkelnde Sternenmeer noch mehr zur Geltung brachte.

Carsten Heiniger lächelte seiner hübschen einheimischen Frau Nahla zu, die hinter der Rezeption stand. Annähernd zehn Jahre waren sie nun schon verheiratet, auch wenn sie vom Alter her seine Tochter hätte sein können. Heiniger war fünfundfünfzig, Nahla gerade mal achtundzwanzig.

Mit festen Schritten ging der Direktor des Simba Gate von der Hotelhalle in den Speisesaal. Artig grüßten die Angestellten ihren Boss, sobald sie ihm über den Weg liefen.

Heiniger war mittelgroß, blond, mit stets freundlichem Gesicht. Es schien fast so, als würde er aus purer Lebensfreude bestehen. Sein Enthusiasmus war ansteckend.

Um diese Zeit war das Restaurant gut besucht. Die meisten Gäste waren erst vor Kurzem vom Strand oder einem Ausflug zurückgekehrt und hatten sich für das Dinner schick gemacht. Bei den Damen sah der Hotel-Direktor elegante Kleider und knappe Hotpants, bei den Männern adrette Hemden und einfarbige Stoffhosen.

Die Einrichtung des großzügig gebauten Restaurants mit den Holztäfelungen war in dunkelrotem Mahagoni gehalten und zum Meer hin offen. Über den weiß gedeckten Tafeln surrten Ventilatoren, die nicht nur die Abendhitze, sondern auch die Moskitos vertrieben, die mit dem Einbruch der Dunkelheit wie eine biblische Plage über die Gäste herfielen.

Die hinteren Tische waren zu einer langen Reihe zusammengeschoben, an denen um die fünfzig Männer, Frauen und Kinder saßen, ausschließlich Amerikaner. Sie feierten an diesem Abend irgendeinen nationalen Feiertag. Alle waren gut drauf, und sie erwiesen sich als ziemlich trinkfest, die Mädchen und Jungen natürlich ausgenommen, die an ihren Cola-Flaschen nuckelten. Dennoch hielten sich die Feiernden in ihrer Lautstärke zurück, um die anderen Gäste nicht zu stören. Trotz des beträchtlichen Alkoholkonsums pöbelten sie nicht herum, sondern flirteten allenfalls mit einer der hübschen kenianischen Kellnerinnen, deren gazellenhafte Figuren jedes Männerherz höherschlagen ließen.

„A very good party and an excellent service, Sir!“, lobte einer der US-Boys, als er, von der Toilette kommend, wieder auf die Tische im hinteren Bereich des Speisesaals zusteuerte.

Carsten Heiniger bedankte sich dafür mit einem Lächeln. Dann ging er geradewegs auf die Amerikaner zu, blieb vor ihnen stehen und wünschte auf Englisch einen schönen Abend. Mit fast infernalischem Applaus quittierten sie seine freundlichen Worte.

Als Heiniger an der Mahagonibar vorbeikam, hinter der der Barkeeper vor lauter Cocktailmixen nicht mehr nachkam, fiel ihm ein Mann auf, der ebenfalls auf die Tische mit den Amerikanern zusteuerte. Er war ihm beim Einchecken über den Weg gelaufen, und er glaubte, ihn schon vor Wochen einmal gesehen zu haben. Ein Landsmann.

„Guten Abend, Herr …“, begann Heiniger, aber der hagere bleiche Mann mit den langen braunen Haaren reagierte nicht darauf, sondern ging zielstrebig weiter. Erst jetzt bemerkte der Hoteldirektor, dass die schäbige, zerfranste und ausgebeulte Jacke, die der Deutsche trug, einige Nummern zu groß schien. Vorne und hinten stand sie seltsam ab. Darunter zeichneten sich rechteckige Pakete ab, die in einem Gürtel steckten.

Carsten Heinigers ungutes Gefühl steigerte sich zur Panik, als er schließlich erkannte, was das war!

Im selben Moment, als ein schriller Warnschrei über seine Lippen gellte, bewegte der Hagere kaum merklich die Finger seiner rechten Hand. Noch bevor die Gäste überhaupt begriffen, um was es ging, explodierte der Körper des Deutschen in einer ohrenbetäubenden Detonation. Der Sprengstoff in seiner Weste war mit Nägeln, Schrauben und Bolzen versetzt und zerfetzte alles und jeden in einem Umkreis von fünfzig Metern. Abgetrennte Köpfe und Gliedmaßen wirbelten durch den Rauch und die Gebäudetrümmer. Blut und Hirnmasse spritzten umher. Verbrannte, verkohlte Leiber sanken wie aus Gummi in sich zusammen.

Andreas Maier alias Ahmed Kalif hatte seinen letzten Auftrag ausgeführt.

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Brisante Mischung aus Fakten & Fiktion: SNAKE – Der härteste Agent des Global Diplomatic Bureau! (2)

Snake

LESEPROBE BAND 1;

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  1. Kapitel

 

US-Marinestützpunkt Manda Bay, Kenia / Kelley Barracks, Stuttgart, Deutschland / US-Basis Ramstein, Deutschland / Camp Lemonnier, Dschibuti / Cannon Air Force Base, New Mexico, USA.

Im JSOC-Einsatzraum des US-Marinestützpunktes Manda Bay herrschte rege Geschäftigkeit. Captain James Barker saß mit einem Joystick in der Rechten vor der mannshohen Data Wall. Mit äußerster Konzentration beobachtete er auf dem LCD-Bildschirm, welchen Weg die unbewaffnete Überwachungsdrohne im Grenzgebiet zwischen Kenia und Somalia nahm. Mittels einer Ku-Band-Satellitenverbindung wurde die ScanEagle von der Bodenstation aus gesteuert. Die für taktische Luftraumaufklärung verwendete Maschine konnte mit ihren Tageslicht- und Infrarotkameras für Schlechtwetter- und Nachtsicht vierundzwanzig Stunden lang ein Gebiet aufklären.

Barker war Pilot und gehörte der Aufklärungsabteilung Activity des Joint Special Operations Command an. Das JSOC war eine teilstreitkräfteübergreifende Kommandoeinrichtung, die einheitlich die auf Terrorismusbekämpfung, Geiselbefreiung und verdeckte Operationen ausgerichteten Spezialeinheiten führte. Seine Special Mission Units übernahmen jedoch nicht nur nachrichtendienstliche Aufgaben oder Feindaufklärung, sondern ebenso direkte Angriffsoperationen. Finden, Festnageln, Fertigmachen – rasches und sicheres Töten aller Feinde – war auch in Somalia, einem der unruhigsten Krisengebiete dieser Erde, die Maxime der amerikanischen Militärs.

Barker hatte schon annähernd fünfhundert Drohneneinsätze hinter sich. Neben ihm saß sein Sensoroperator, der genauso gespannt wie er selbst auf den Monitor starrte. Der Kopilot bediente die Bordkameras und sichtete die Aufnahmen.

Die Drohne hatte das Ziel lokalisiert und sandte Livebilder an die Kommandozentrale des Marine-Stützpunkts. Darauf war ein Konvoi von zehn alten, ramponierten Fahrzeugen zu sehen, der durch die karge, sonnenverbrannte Landschaft holperte. Bei den Wagen handelte es sich um sogenannte Technicals, Pick-ups mit auf Pritschen montierten Maschinengewehren oder Geschützen.

„Gottverdammt, wir haben diesen verfluchten Bastard!“, sagte Captain James Barker mit unverhohlenem Triumph in der Stimme. Schon seit Wochen waren sie der Zielperson Mohammed Abdirahman auf den Fersen, der die Wagenkolonne anführte. Die All Source Analysts, die Spezialisten der Special-Operations-Abteilung, hatten ihn längst als potenzielles Ziel nominiert. Präsident Barack Obama hatte ihn höchstpersönlich mit seiner Unterschrift auf dem Hinrichtungsdokument zum Abschuss freigegeben. Damit stand Abdirahman ganz oben auf der kill list.

Doch bislang hatte es der somalische Warlord immer wieder verstanden, sich dem Zugriff der Amerikaner zu entziehen. Damit sollte nun Schluss sein. Abdirahman gehörte so gut wie der Vergangenheit an.

Über Satellit gab Captain James Barker die genauen Koordinaten des Konvois nach Süddeutschland an die Kelley Baracks der US-Kaserne in Stuttgart-Möhringen weiter. Hier befand sich der Hauptsitz des Africa Command, dem die militärische Verantwortung für jeden Drohneneinsatz über Afrika unterlag. Das AFRICOM koordinierte zudem sämtliche Ablaufschritte der sogenannten kill chain, der Tötungskette eines Drohnenangriffs.

Der eigentliche Kampfeinsatzraum allerdings lag in der Ramstein Air Base in Rheinland-Pfalz. Dieser Stützpunkt war der größte Militärflugplatz außerhalb Amerikas, die Drehscheibe für die Kriege in Afghanistan und im Irak. Seit einiger Zeit stand dort auch das Air and Space Operations Center. Mit seinen fünftausend Quadratmetern modernster Technik und eintausendfünfhundert Computern bildete das AOC den Hochsicherheitsbereich der Airbase. Sie war das Herz und die Steuerzentrale des amerikanischen Luftkrieges in Afrika, von dem aus der Kampf gegen islamistische Terror-Milizen gelenkt wurde.

Auf der Data Wall im Kampfeinsatzraum wurde jedes einzelne Flugzeug und jede Drohne angezeigt, die über Afrika in der Luft war. Nahezu in Echtzeit gingen die Bilder der Bordkameras zur sofortigen Auswertung durch die Analysten ein. Über einen verschlüsselten Internet-Chat war das Militär in Ramstein mit anderen Einsatzbeteiligten verbunden: dem eigentlichen Startteam, dem Kommando in Stuttgart und den Piloten, die die Maschinen fernlenkten.

Auf dem Monitor erschienen nun die Liveaufnahmen von Abdirahmans Fahrzeugkonvoi. Rund tausend Kilometer von ihm entfernt, im Camp Lemonnier an der Meerenge Bab al-Mandab in der ostafrikanischen Republik Dschibuti, ging ein Befehl des AFRICOM ein. Daraufhin wurden auf einem abgetrennten, streng bewachten Teil des Flughafens zwei Drohnen für ihren Einsatz vorbereitet. Sie besaßen ungefähr die Größe einer Cessna 172. Unter den fünfzehn Meter langen Flügeln der R-Q1 Predators waren Hellfire-Luft-Boden-Raketen angebracht. Die Marschflugkörper wurden durch das Synthetic Aperture Radar der Kommandozentrale unterstützt und mit Satellitennavigation gelenkt.

Die Starts der Kampfdrohnen vom Rollfeld verliefen reibungslos. Ein Pilotenteam auf der Cannon Air Force Base im US-amerikanischen Bundesstaat New Mexico übernahm das Steuer. Die eigentliche Mission, die Jagd auf Mohammed Abdirahman, ging in ihre letzte Phase.

Das AOC in Ramstein blieb über den Chat weiterhin mit dem Startteam in Dschibuti, dem Kommando in Stuttgart und den Piloten verbunden. Sie wussten, dass das Targeting der Kampfdrohnen nicht immer hundertprozentig perfekt war, deshalb beobachteten sie gespannt die beweglichen Zielobjekte.

Die Predators flogen stabil in einer Höhe von annähernd sechs Kilometern; sie folgten den beweglichen Zielen seit zwei Stunden. Inzwischen war die Nacht hereingebrochen, doch die Infrarotkameras an Bord lieferten weiter klare Bilder. Die Richtmikrofone waren so eingestellt, dass die Tausende Kilometer weit entfernten Piloten die Detonationen der Explosionen und selbst die Todesschreie der Zielobjekte hören konnten. Die Wärmebildkameras würden anzeigen, wie sich die Temperaturen der menschlichen Ziele nach dem Abschuss veränderten, die Körper immer kälter wurden.

Das Pilotenteam in New Mexico überprüfte noch einmal, ob die Bordwaffen funktionsfähig waren, und kalibrierte dann die Ziellaser. Alles war für den Abschuss bereit. Gleich darauf betätigten sie die Feuerknöpfe.

 

*

 

Kenianisch-somalisches Grenzgebiet.

Die Nacht brach so schnell herein, als ob jemand das Licht ausgemacht hätte. Mohammed Abdirahman kannte es nicht anders; schließlich hatte er sein ganzes Leben unter dem Äquator am Horn von Afrika verbracht. Im wilden, rauen, brutalen Somalia, das nie zur Ruhe kam. Das seit Jahrzehnten mit Wahnsinn, Blut und Gewalt überzogen wurde. In einem Land, in dem sich Regierungstruppen, Milizen, Terrororganisationen, Stämme, Clans sowie ausländische Kräfte der internationalen Gemeinschaft abwechselnd, manchmal aber auch gleichzeitig, einen erbitterten Kampf lieferten. Abgesehen von diesen militärischen und innenpolitischen Problemen betrieben auch noch skrupellose Geschäftsleute illegale Atommüll- und Giftmüllentsorgungen an der Küste. Ein Teil der Strände war verseucht und verstrahlt, mit nicht absehbaren Folgen für die nachfolgenden Generationen.

Wie lästige Fliegen schüttelte Abdirahman die Gedanken ab. In seiner Lage war es unsinnig, an die Zukunft zu denken. Zunächst einmal musste er die Gegenwart überleben. Denn als gefürchteter Warlord und Milizenkommandeur der Terror-Organisation al-Shabaab besaß er mächtige Feinde. Nicht nur die somalischen Regierungseinheiten oder die AMISOM, die Friedenstruppen der Afrikanischen Union, sondern auch die Amerikaner. Die verfluchten Ungläubigen wollten ihn für verschiedene Attacken auf Touristengebiete im Nachbarland Kenia, für die er verantwortlich war, zur Rechenschaft ziehen, anders ausgedrückt; zur Strecke bringen. Deshalb befand er sich seit Monaten auf der Flucht vor der modernen Überwachungstechnik seiner Gegner. Bislang war er ihnen immer wieder entkommen. Er hoffte, dass sein Glück anhielt.

Abdirahman war ein großer, sehniger Mann mit kurzen Kraushaaren und schmalem Kinnbart, mit einer Haut so pechschwarz wie eine sternenlose Nacht. Bekleidet war er mit einer olivgrünen Tarnfleckuniform. Der Somali ließ seinen Blick über die zehn Pick-ups schweifen, die um ein paar Akaziensträucher gruppiert standen. Es handelte sich ausnahmslos um ältere Toyota- oder Nissangeländewagen, die teilweise schon recht ramponiert aussahen. Dennoch erwiesen sich die Fahrzeuge als absolut zuverlässig. Im fahlen Mondlicht schimmerten die stählernen Läufe der auf den Pritschen montierten .50er-MGs. Mit den Technicals waren die Milizionäre der al-Shabaab mobiler in ihrer Kampfkraft, als wenn sie sich lediglich hinter Sandsäcken oder in Schützengräben verschanzten. So konnten sie einen ausgeklügelten und erfolgreichen Guerillakampf gegen ihre Feinde führen.

Abdirahmans Männer schliefen einige Meter weit weg unter offenem Himmel. Sollte man die Fahrzeuge ausmachen und angreifen, dann lagen sie wenigstens nicht darin oder direkt daneben. Wie immer verzichteten sie abends auf ein Feuer zum Kochen, ebenso tagsüber, um keinen Rauch zu erzeugen. Langsam ging allerdings das vorgekochte Essen zu Ende. Sie mussten sich bald neu eindecken.

Abdirahman öffnete die Fahrertür seines Pick-ups und griff nach dem Thuraya-Satellitentelefon in der Halterung am Armaturenbrett. Mit ihm hielt er Verbindung zum neuen Anführer der al-Shabaab, Ahmed Omar, der mit richtigem Namen Abu Ubeida hieß. Dieser führte die Kämpfer an, nachdem die Amerikaner im September 2014 seinen Vorgänger Achmed Abdi Godane alias Mukhtar Abu Zubeyr mit einer Drohne in die Luft gejagt hatten.

Bevor Abdirahman das Satellitentelefon jedoch in Betrieb nahm, zögerte er. Irgendetwas beunruhigte ihn. Zuerst wusste er nicht, was es war. Doch dann bemerkte er, wie sich in östlicher Richtung unweit von ihrem Standort das Licht des Firmaments unvermittelt veränderte, seltsam heller wurde und flackerte. Schwach zwar, aber dennoch war es klar und deutlich zu sehen. Es handelte sich um das unbedachte Lagerfeuer von Hirten, die damit Raubtiere und Moskitos von ihren Herden fernhielten. Sicher ahnten sie nichts von dem al-Shabaab-Trupp in ihrer Nähe, sonst wären sie garantiert eiligst weitergezogen. Mohammed Abdirahman spürte, wie Groll in ihm aufstieg. Obwohl sich die Milizionäre erst vor Kurzem hingelegt hatten, konnten sie nicht mehr bis zum Morgengebet hierbleiben. Zu groß war nun das Risiko, entdeckt zu werden.

Mohammed Abdirahman wollte das Satellitentelefon betätigen, hielt jedoch erneut inne. Dieses Mal war es nicht nur das Licht am Himmel, das sich schlagartig veränderte, sondern auch die Luft. Es war fast so, als würde sie erzittern. Und dann dieses seltsame, tief brummende Geräusch. Das hochfrequente Surren von Drohnenpropellern …

Weiter kam der Milizenkommandeur in seinen Überlegungen nicht. Denn plötzlich explodierte alles um ihn herum in einem ohrenbetäubenden, gleißenden Flammenmeer.

 

*

 

Die zwei Black-Hawk-Hubschrauber des Task Force 88-Teams aus Manda Bay landeten genau an der Stelle des kenianisch-somalischen Grenzgebiets, wo der Milizen-Konvoi zerstört worden war.

Noch immer stieg dichter Rauch von den mit Marschflugkörpern getroffenen Fahrzeugwracks auf. Die Sprengköpfe der Hellfire-Luft-Boden-Raketen hatten die Landschaft in einem Umkreis von über hundert Metern in eine Mondlandschaft verwandelt. Wie zufällig hingeworfen lagen inmitten der verbrannten Erde die Leichenteile von vierzig zerfetzten Terroristen verstreut. Einige der abgetrennten Gliedmaßen und Schädel fanden sich sogar weiter entfernt in vertrockneten Dornbüschen.

Die Männer des Task Force 88-Teams nahmen DNA-Proben von allen Toten. Nach ihrer Rückkehr zum Marinestützpunkt würden die Forensikspezialisten diese zu identifizieren versuchen. Vorausgesetzt, sie waren in irgendeinem Computer der JSOC verzeichnet. Neben den Toten entdeckten sie verschiedene Papiere, darunter den blutverschmierten Pass Mohammed Abdirahmans. Volltreffer, dachten sie.

Doch kurz darauf stellten die Ranger fest, dass die Hellfire-Raketen nicht nur den Milizen-Konvoi dem Erdboden gleichgemacht hatten, sondern auch eine Gruppe nomadischer Hirten, die sich in unmittelbarer Nähe aufgehalten hatte. Die zerrissenen Körper der sechsunddreißig Frauen, Männer und Kinder waren in traditionelle somalische Gewänder gehüllt, von denen nur noch Fetzen übrig geblieben waren. Die verschmorten Gummi-Billigsandalen made in China und die Turbane, die zumeist aus ihrem eigenen Bettzeug bestanden, sahen wie unwirkliche Reliquien aus, ebenso die zerbrochenen Schalen mit dem eingedampftem Hirsebrei und der Kamelmilch, die im verbrannten Gras versickert war. Die verkohlten Kadaver ihrer Ziegen und Kamele muteten wie ein Potpourri aus Fleisch, Blut, Haut und Knochen an. Die Nomaden waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, galten statistisch gesehen als Kollateralopfer.

Nachdem das Team der Task Force seine Arbeit erledigt hatte, stiegen die Black Hawks wieder in den azurblauen Himmel. Auch wenn es sich bei den Drohnenangriffen um völkerrechtswidrige Exekutionen handelte – sie befanden sich im Krieg gegen den internationalen Terror. Und im Krieg war alles erlaubt.

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Brisante Mischung aus Fakten & Fiktion: SNAKE – Der härteste Agent des Global Diplomatic Bureau! (1)

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G.G. Grandt schafft mit seiner neuen Agenten-Thriller-Reihe SNAKE einen spannenden Spagat zwischen Fakten und Fiktion. Und genau dieser Spagat macht die Serie so erfolgreich.

„Kriege, Attentate, Terroranschläge und politische Verschwörungen. Doch nicht alles ist so, wie es scheint!

Die Spionage-Thriller um SNAKE enthüllen die wahren Verschwörungen, Vertuschungen und Manipulationen auf höchster politischer Ebene. In der Welt der Agenten oder im Schützengraben der einfachen Soldaten. Damit kommen sie der Wahrheit oftmals näher als jedes historische Sachbuch.“

Angelehnt am MALKO-Serienkonzept des verstorbenen französischen Bestseller-Autors Gérard de Villiers berichtet der Autor und Serienerfinder G.G. Grandt über die politischen Brennpunkte dieser Welt. Dabei weiß er genau, von was er schreibt, war er doch in den meisten Ländern, in denen SNAKE spielt, selbst als investigativer Journalist vor Ort und riskierte für seine verdeckten Recherchen mitunter sein Leben.

Bei Recherchen zum Einstiegsband „Terror-Hölle Kenia“ war er in den beschriebenen kenianischen Städten vor Ort, wurde dort beinahe Opfer zweier Überfälle. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurden in verschiedenen Lokalen und Bars, die in SNAKE eine Rolle spielen und die der Autor besucht hat,  Anschläge mit Schusswaffen und Handgranaten verübt, bei dem es zu vielen Verletzten kam. Die Täter werden der extremistischen Terror-Organisation al-Shabaab zugeschrieben.

Genauso, wie im SNAKE-Einstiegsband „Terror-Hölle Kenia“ beschrieben.

Aktueller kann ein Roman nicht sein.

Band 1 ist bereits erschienen:

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Inhalt:

Seit Jahren überziehen die islamistischen al-Shabaab-Milizen Ostafrika mit blutigem Terror. Am Horn von Afrika will der al-Quaida-Ableger einen Gottesstaat errichten. Sein Kampf gilt aber nicht nur der schwachen somalischen Übergangsregierung und den afrikanischen Friedenstruppen, sondern vor allem den westlichen Ungläubigen.

Als Mohammed Abdirahman, einer der Militär-Kommandeure der Terror-Organisation, nur mit Glück einem Drohnenangriff der US-Streitkräfte entkommt, übt die al-Shabaab grausame Vergeltung. Im Ferienparadies Kenia explodiert die Gewalt gegen Ausländer. So verübt der deutsche Dschihadist Andreas Maier alias Ahmed Kalif einen verheerenden Selbstmordanschlag in einem beliebten Ferienhotel an der Diani Beach. Dabei kommen dutzende unschuldige Urlauber ums Leben. Unter ihnen auch der deutsche Hoteldirektor Carsten Heiniger.

Die Amerikaner beauftragen das Global Diplomatic Bureau (GDB) den Milizenführer der al-Shabaab aufzuspüren und zu liquideren. Seit dem letzten Drohnenangriff, bei dem auch unbeteiligte Hirtennomaden getötet wurden, können weder das US-Militär noch die CIA offiziell in Kenia agieren. Weitere Kollateralopfer darf es aus politischen Gründen nicht mehr geben.

So macht sich der beste Agent des GDB, Prinz Silko von Nake, genannt SNAKE, in die Terror-Hölle Kenias auf, um Mohammed Abdirahman ausfindig zu machen. Dabei geht es für ihn nicht nur um einen geheimen Auftrag, sondern auch um persönliche Rache. Denn der bei dem Sprengstoffanschlag ermordete Hoteldirektor Carsten Heiniger war sein bester Freund.

Allerdings erweist sich Snakes Jagd auf den somalischen Milizenführer als wahrer Höllentrip, bei dem ihm sein Gegner immer einen Schritt voraus ist. Der GDB-Agent und seine kenianische Informantin Nahla werden von den Terroristen in eine der gefährlichsten Städte der Welt verschleppt – nach Mogadischu. In einem verlassenen Militärbunker werden sie gefoltert. Snakes Mission scheint gescheitert. Aus dem Jäger ist ein Gejagter geworden, der ums nackte Überleben kämpfen muss. Und das ist erst der Anfang …

———

Der Leser scheint diese Mischung aus Fakten und Fiktion, vor allem aber die Authentizität der Romane zu schätzen.

Ein Blick auf die Rezensionen von Amazon belegen dies, allen voran die des bekannten Autors Alfred Wallon:

Die SNAKE-Taschenbuchserie ist eine Hommage an die MALKO-Romane von Gerard de Villiers. Auch hier erledigte ein Adliger Aufträge für den US-Geheimdienst auf der ganzen Welt und wurde in hochbrisante politische Geschehnisse verwickelt.Fast 20 Jahre nach den letzten MALKO-Taschenbüchern hat der BLITZ-Verlag mit SNAKE sowohl eine Print- als auch eine eBook-Ausgabe gestartet, die sich deutlich an der Serie von damals orientiert. Als langjähriger Leser und Sammler der MALKO-Romane habe ich bei SNAKE all dies wiedergefunden, was mich damals fasziniert hat. Eine spannende und überaus temporeiche Handlung vor einem Hintergrund von detaillierten Kenntnisen der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage des Landes, in dem der jeweilige Roman spielt.Mir hat diese Mischung gefallen und ich wurde sehr gut unterhalten. Kann ich wirklich empfehlen!

5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen! 28. April 2015 Von Klaus Bosch

Guido Grandt, bekannter Sachbuch- (FREIMAURER) und Belletristik-Autor (CASSADY), legt mit SNAKE schon seine zweite Serienkonzeption im Blitz-Verlag vor. Die Thriller-Reihe bewegt sich nahe am „Zahn der Zeit“ und führt seinen Protagonisten in Brennpunkte des 21. Jahrhunderts. Schon im ersten Band gewinnt dieses Konzept erschreckende Aktualität; nimmt quasi den Terror-Anschlag in Kenia vorweg.
Durch seine adlige Abstammung ist Prinz von Nake ein origineller Held. Sein Einsatz, halb privat halb beruflich motiviert, führt ihn ins Pulverfass Kenia. Spätestens als er nach Mogadischu entführt wird, hat er jede bekannte Zivilisation hinter sich gelassen, steckt in einem chaotischen Umfeld und sieht sich einer Hydra aus gewaltbereiten Fundamentalisten gegenüber. Der Autor scheut sich nicht menschenverachtende Praktiken zu schildern und damit anzuprangern.
„Terror-Hölle Kenia“ ist ein mitreißender, atemloser Action-Thriller, der einen nicht mehr loslässt. Damit nicht genug: er ist auch exakt recherchiertes Sittengemälde der neueren Geschichte von Somalia und Kenia, unter derer Realität die bloße Story so nachdenklich macht.
 
 
Von Elena
Guido Grandt beweist wieder einmal, dass er neben seinen Sachbüchern auch hochspannende, aktuelle Romane schreiben kann! Nachdem der BLITZ-Verlag die neue Reihe SNAKE ankündigte, wartete ich sehr gespannt auf den ersten Band dieser MALKO-Nachfolgereihe. Und ich wurde nicht enttäuscht! SNAKE ist hart, kompromisslos, in der High Society genauso zu Hause wie im Schützengraben. Die Figuren sind sehr plastisch gezeichnet, sodass eine Identifikation leicht fällt. Erschreckend, wie aktuell dieser Roman ist, der mit vielen politischen Hintergrundinfos aufwartet. Man darf auf den 2. Band sehr gespannt sein, der sich mit der Ukraine beschäftigt. Ich wünsche dieser hochexplosiven Serie viel Erfolg und dass sie auf mehr als 138 (in Deutschland erschienene) Bände kommt, als MALKO.
 
 
5.0 von 5 Sternen sehr lesenswert 24. April 2015
habe das Buch fast in einem Rutsch gelesen, spannend geschrieben und exellent recherchiert! Man denkt an manchen Stellen, das man einen Polizeibericht in den Händen hält. Der Autor (G.GGrandt) war bestimmt an vielen Orte seines Romans schon selber. Wer solche Bücher gerne liest, für den ist es ein Must have und alle anderen seinen gewarnt: Dieses Buch macht süchtig.
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Band 2
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ist bereits geschrieben und im Lektorat. Auch hier für hat G.G. Grandt vor Ort recherchiert.
Vorschau:
Wer initiierte die Aufstände auf dem Maidan in Kiew wirklich? Wer ist für den Abschuss von Flug MH17 in der Ostukraine verantwortlich? Welche Rolle spielen westliche und russische Geheimdienste im Hexenkessel Ukraine?
SNAKE, der beste Agent des Global Diplomatic Bureau, wird beauftragt, Licht ins Dunkel zu bringen. Kein einfacher Weg, denn hinter jeder Ecke lauert der Tod!

Der Meister der Hochspannung ist wieder da: EDGAR WALLACE – Neue Abenteuer! (2)

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Er ist wieder da: Edgar Wallace, der Meister der Hochspannung.

Nostalgie par excellence!

Band 1

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wurde von Dietmar Kuegler verfasst.

An dieser Stellen lassen wir den ansonsten durch seine  historisch recherchierten, spannenden und detailreichen Western herausragenden Autor selbst zu Wort kommen:

Die Wallace-Geschichten habe ich vor rund 30 Jahren geschrieben. Es handelte sich um Jugendbücher, Altersgruppe ab 12 Jahre.
Damals wurden gerade die Rechte an dem Namen „Wallace“ frei.
Der KIBU-Verlag, ein Jugend- und Kinderbuchverlag im Sauerland, hat mir seinerzeit den Auftrag gegeben, eine Serie mit 6 neuen Wallace-Abenteuer für Jugendliche zu schreiben.
Jörg Kaegelmann (Blitz-Verlagsleiter)  bringt die 6 Geschichten jetzt in 2 dicken Taschenbüchern heraus..
 
Die einzelnen Geschichten sind:
 
1. Der unheimliche Pfeifer von Blending Castle
2. Das irische Halstuch
3. Der schwarze Armbrustschütze
4. Die goldenen Mönche
5. Die Bande der Affen
6. Die Glasaugenmenschen
 
In der Tat war ich damals ein Edgar Wallace Fan, habe viele der Bücher gelesen und alle Verfilmungen gesehen. Meine Bücher sind meines Erachtens auch recht gut geworden. Sie waren jedenfalls ein großer Erfolg, ca. 90.000 mal verkauft.
 
Erschienen sind sie übrigens im Original unter meinem Pseudonym „John Gilmoor“.
Soweit also Dietmar Kuegler zu seinem „Ausflug“ ins Edgar Wallace-Universum.
Überzeugen Sie sich selbst. Seine Stories lassen das Herz eines jeden Wallace-Fan rasch höher schlagen!
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